Games softer machen! 2.0

    • Doug Polk = upswing poker? Hab da keinen Einblick, fand den Anfang mit der Cashgame-Sache ganz nice aber. Scheinbar wurde da auch ein Coach für MTTs arrangiert und was ich so öffentlich an Artikeln auf der Seite sehe, ist schon sehr nice, also wird man da imo nichts falsch machen mit.

      Bei Contentseiten für MTTs muss ich passen, kenn da nur Run It Once und die Theoriesektion zu MTTs ist nicht sehr prickelnd. Paar gute "Handanalyse-Vids" gibts aber, bspw. auch von Fedor Holz, guter Stuff.

      Ich selbst gehe das aber weniger mit Vids an. Hab mir paar gesolvede Ranges für wichtige Spots gekauft, die versuche ich für andere Posis zu applien, ansonsten versuche ich herauszufinden, was die Sickos so machen und baue mir Ranges. Postflop-Play wird erstmal gesolverd, glaub werde der einzige GTOish-Reg im MTT-Pool sein, bei dem was ich so sehe, aber was soll ich machen? Diese "du musst jeden Spot exploitive spielen" - Attidude kann ich erstmal nicht bringen, weil mir schlicht die Erfahrung fehlt, also baue ich meinen Gameplan erstmal mit meinen Tools auf, nur mit weiteren Ranges und anderen Potgrößen (Antes) + meistens kleinere SPRs und versuche darauf aufbauend zu exploiten. Wichtiger Punkt, wo ICMizer halt hilft ist Push or Fold egal ob Chip-EV oder ICM-Sitatiationen, das muss ich halt auch üben, aber dazu brauch ich keine Vids^^

      Ziel ist dann fürs Lategame viel mit HRC zu arbeiten.

      Guten MTT-Content gibts scheinbar nicht wirklich, aber ich glaub da hat bencb mit seiner Serie abhilfe verschafft. Hab mir mal das Gratisvid auf der Seite angeschaut, scheint in eine starke Richtung zu gehen. Aber teuer halt, nur ist er halt ein MTT-Boss und seinen Posts zu Folge scheint er ein solider Typ zu sein, wird sich also lohnen, im Gegensatz zu manch anderer teurer Serie.

      Aber ich versuche mal den Alleingang, Tools und Ranges waren erstmal teuer genug^^
    • @rioSulskys ICM Serie is nice


      eroticjesus wrote:

      der einzige GTOish-Reg im MTT-Pool sein,

      In nem <20er Pool jo. Hab paar Dudes die den ganzen Tag nur Solven usw
      du musst jeden Spot exploitive spielen" - Attidude kann ich erstmal nicht bringen, weil mir schlicht die Erfahrung fehlt,




      eroticjesus wrote:

      Diese "du musst jeden Spot exploitive spielen" - Attidude kann ich erstmal nicht bringen, weil mir schlicht die Erfahrung fehlt,

      Was für ne Erfahrung ?^^ Wenn der Fish obv TP hat bettet man obv groß wenn mans halt hat, da gehst du imo am Anfang zu "theoretisch" ran (hoffe du weisst wie ich das meine ^^), ausserdem wie willst du erfahrung im exploiten sammeln wenn du den gto kram auf mtts übertragen willst.


      bencb war ja auch Fedors Endgegner

      :troll:





      gl beim MTT Stuff, möge der Flip halten.
    • Grad mal ne Frage zu deiner geplanten Serie:

      Wirst/willst du dabei auch auf den Unterschied zwischen den europäischen Sites ("No Flop, no drop") OHNE Rale pre und den Asia-Sites (Auch preflop nehmen wir Rake, die sollen zahlen, die Schweine!") eingehen?

      Die Strategie sollte ja so ziemlich diametral entgegengesetzt sein:
      - Kein Rake pre: Also kassiere hier schon ab!
      - Rake pre: Dann schauen wir doch erstmal, ob uns der Flop gefällt!
      Challenge-Updates und Kommunikation künftig via Skype;
      HIER nur noch Belangloses oder mal ne Hand.
    • Da ich von Asiasites generell abrate aufgrund schlechter Erfahrungen, wollte ich nicht auf Preflop-Rake eingehen, aber gibt ja sicherlich paar Livegrinder, wo das auch zutrifft?

      Generell was das betrifft, ist ja auch live teilweise so, fällt ja eine wichtige Komponente von 3bet only weg, dann greift nur noch der Simplifizierungsaspekt, also ja, einfach "normal" callen vs. Raises, wenn die Pot odds stimmen.
    • Transition to MTTs now!

      Sorry, dass hier einiges schlecht editiert ist, aber das Forum spinnt bei mir.

      Tja, leider ist der Graph nicht so geworden wie ich wollte in der 100k Challenge, bin nach 40k Händen 2 Stacks up, 1,2k mit RB sogar. War schon ein bisschen Gambling auf 100k Hände zu gehen um dann eine Vidserie basierend darauf zu machen. Waren auch rel. sicke Swings für einen ABC-Style, 15 Stacks 2x hoch runter. Gamble insofern, dass ich einen eher smoothen Graphen haben wollte, kann man halt nichts machen und tbh, ich bin auch viel zu heiß in die MTT-Materie einzutauchen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

      Heute wäre eigentlich Grindtag gewesen, was Cashgame betrifft, aber geskipped um den ersten MTT-Content zu machen. Bin grad dabei mir einen grundlegenden Plan für die Transition zu machen, nachdem ich jetzt ca. 13h vorm Rechner sitze und einfachnurtheorie gemacht habe, okay inkl. einer Stunde Telefonat mit einem MTT-Reg, der mir Stack and Tile erklärt hat und noch paar grundlegende Sachen, Samstag -.-

      Es ist schwer guten Content zu bekommen, das ist gut! Kaum jemand wendet irgendwie großartig Mathematik an, wenn es darum geht Preflop-Ranges zu konstruieren, oder Postflop akkurate Ergebnisse hinzubekommen. Das macht imo meinen Approach ein wenig stärker als der übliche, hoffe ich. Finds schon ein bisschen witzig, wenn man sich so durch den Content-Wald kämpft und auch so Aussagen aus Blogs im Hinterkopf hat, liest/sieht bzw. hört man oft sowas wie "du musst jeden Spot exploitive spielen", fast im gleichem Atemzug: "du sitzt eh nicht oft mit den Gegner am Tisch, da ensteht sowieso kein Metagame". Das passt doch nicht zusammen, oder bin ich jetzt doof? Wenn man nur eine saumäßig begrenzte Anzahl an Reads/Stats hat, vA wenn ständig Stacksizes sich ändern, ICM-Pressure hinzukommt etc. dann kann man doch gar nicht richtig exploiten, wie man das im Cashgame kann, wo man fast jeden Tag die gleichen Leute trifft :huh: Ich denke sogar, dass es enorm wichtig ist, einen soliden Default aufzubauen und immer nur rau entscheidet, "ja lieber call, wegen Fisch", "ja ist Grenzhand, aber openraise die SCHEINEN tight" etc. ist imo >>> ja sind wohl nits, mach mal 100% BU, 50% CO. kP, just my two cents dazu. Klar muss man gezwungenermaßen globale und limitspeziefische Tendenzen herausfinden um nicht Geld zu verbrennen, gerade was ICM-Adjustments gegen non-ICM-aware Spieler betrifft.

      Weiterhin ist es schwer an gute Preflop-Ranges zu kommen, aber ist ja auch obv warum, 30bb != 100bb, mit Ante sind mal eben 2,5bb Deadmoney im Pot, statt 1,5bb, liest sich wenig, für unser Preflop-Play ist das aber enorm viel Während es vielleicht GTO ist, 40% am BU in einer rakefreien non-Ante Umgebung zu openen mit 100bb, während die Blinds aggressiv 3betten und solide defenden, ist es schon alleine wegen dem größerem Pot Preflop mit Antes, wahrscheinlich GTO eher um die 60% zu openraisen, mit der Annahme, dass die Blinds sogar noch aggressiver 3betten. Egal, es ist quasi unmöglich mal eben default Ranges rauszugeben bzw. zu erstellen, weil so viele Spots, ich hab in meinem Cashgame-Preflop-Package für den Stable 150 Ranges und das reicht für Cashgame 100bb, wenn man je nach Size adjusten kann.

      Bin auf youtube erst etwas fündig geworden, was generell Preflop-Rangebuilding mit Hilfe von Simple-Postflop betrifft, bin gespannt ob ich da was cooles zusammenitterieren kann, egal ob für Cashgames oder MTTs. Dazu muss ich mir dann wohl ein neues Setup besorgen, damit mein Notebook einfach den ganzen Tag rechnen kann :D

      Wichtige solved Ranges habe ich mir schon mal gekauft, einfach damit ich was habe, womit ich arbeiten kann und worauf ich ggf. andere Ranges aufbauen kann, ich denke ich habe genug Preflop-Verständnis um einiges auf MTTs zu übertragen, außer was Shortstack-Play betrifft, aber das müsste ich hinbekommen, in dem ich den ein oder anderen auch einfach mal nach Rat frage.

      Okay, was brauch ich um die Transition hinzubekommen und das auch so effektiv und fundiert, dass ich das in Zukunft auch coachen kann?

      Ich versuche auch gleichzeitig den Blog wieder aufleben zu lassen, auch wenn ich demnächst erstmal 2 Wochen in Frankreich bin und dann wieder Ruhe ist, bis dahin werde ich auch nicht wirklich viel spielen können. Aber es wird über kurz oder lang wieder mehr Leben in die Bude reinkommen.

      Ich schreib einfach gleich mal drauf los, wie ich mir das in Zukunft so vorstelle, was ich so machen kann, vielleicht hat ja jemand Anregungen.


      Benötigte Faktoren/Skills/Improvements

      1. Professionalisierung, das Drum herum muss stimmen

      2. Bankroll

      3. Seiten und Schedules festlegen

      4. Neue Technische Skills aneignen

      4a) Push or Fold Chip EV
      4b) Push or Fold ICM pressure
      4c) ICM an sich verstehen und entsprechende Adjustments ausrechnen können
      4d) Preflop - Gameplan
      4e) Postflop - Gameplan
      4f) weitere MTT-Theory

      5. Vorhandene Skills verbessern/Auffrischen

      6. Programme/Hilfssoftware


      Natürlich ist Poker so eine never ending Story und so ziemlich unter keinem der Punkte kann ich einfach irgendwann ein "done" hinter schreiben. Aber im Cashgame habe ich zuletzt zu viele der Punkte für mein eigenes Game schleifen lassen und mit einer neuen Variante soll das wieder aufflammen. Ich will einfach ein grundlegend besserer Spieler werden, der Boss an jedem Tisch! Da ist es rein intuitiv sinnvoll sich nicht weiter zu spezialisieren sondern sich breiter aufzustellen. Was ist wenn man mal in Casino geht, Pokern will, es runnt kein NL-Cashgame, nur Omaha und ein 1k MTT mit 50 Leuten?

      1. Professionalisierung/Drum herum/Mental Game

      Ich setze das mal an erster Stelle, momentan ist das zwar so die Rangordnung, aber das kann sich ja alles ändern. An sich muss man vieles ja auch gleichzeitig angehen.

      Ein Punkt warum ich auch auf MTTs switchen will, mich fucked der Cashgame-Rythmus ab! Ich hab ziemlich viel Lust darauf, einfach einen relativ normalen Tagesablauf zu haben, übrigens eine Bedingung (die ich verstehen kann) meiner Freundin, ein Kind in die Welt zu setzen. Wenn ich gut Money im Cashgame machen will, muss ich entweder sau früh morgens oder sau spät abends spielen, meinen Stable wiederum betreue ich mehr oder weniger im 9to5 Style, irgendwie beißt sich das. Ich mache unter der Woche viel für den Stable, versuche ab und abends zu grinden und WE grinde ich dann immer bis in die Nacht, alles total unregelmäßig, das schlägt auf Dauer auch einfach auf den Magen und etwas auf die Psyche muss ich zugeben. Weiterhin performe ich zu oft eher so marginal. Klar, wenn ich mit MTTs hoch hinaus will, muss ich wohl früher oder später größere Dinger spielen, die auch später los gehen, aber alles wenn es soweit ist und mit fetter Bankroll würde ich tbh lieber PLO lernen mithilfe eines Coaches oder so.

      Leute die sich mit MTTs nicht auskennen, verstehen jetzt wohl nur Bahnhof, "Rythmus? MTTs? WTF?" Dazu mehr im Thema "Schedules", jetzt erstmal die Professionalisierung usw.

      MTT-Sessions nehmen ziemlich viel Zeit am Stück in Anspruch, dafür muss ich körperlich fitter werden und womöglich auch vermehrt auf mein Mental-Game achten, vor allem was so Mindfulness/Awareness betrifft. Einer meiner Schüler hat sich in letzter Zeit sehr stark mit Metakognition und Mindfulness beschäftigt und geht, obwohl er noch Micros spielt, einen sehr professionellen Approach, das merkt man auch an den Results. Er ist inzwischen so weit, was die Mental-Game-Sparte betrifft, dass er selbst Coachings geben kann. Mich coacht er bspw. auch.

      Um meine Ziele effektiv zu erreichen, solle ich Tagespläne rel. stundengenau erstellen und umsetzen. Geht viel um Zielsetzung usw. würde Rahmen sprengen. Muss dabei viel darauf achten, dass die Performance nicht zu hart gesplittet wird, auf Pausen achten, Routinen schaffen etc. pp.

      Dadurch, dass ich mehrere Sachen unter einen Hut bringen muss und neue Habits rel. schnell in die Tat umsetzen muss, ist alles durchgeplant und Leute, es läuft gut! Hab keine Ermüdungserscheinungen, Tage gehen leicht von der Hand und ich bin jeden Abend ziemlich entspannt und glücklich über die Dinge, die ich geschafft/erreicht habe. Sonst war alles eher so random, zwar viel getan, aber oft verplant/ineffizient und gar nicht wirklich drüber nachgedacht, ob das alles so gut und richtig ist, auch so drüber sinniert wie sinnlos dieses ganze Game und das drum herum scheint und irgendwelchen Bullshit in meinem Kopf wachsen lassen.

      Klar, Struktur wird noch verbessert, denke Coach wird da auch meckern, wie die Wochen so geplant sind, noch, und auch die Umsetzung ist nicht lückenlos, gerade was Pausen betrifft, aber hier mal die letzte Woche als Beispiel:



      Hab Sachen, die keinem was angehen, XXX gemacht. Grün = Umgesetzt, Rot = Geskipped (Donnerstag hatte alles einen guten Grund), Gelb = durch was relativ gleichwertiges ersetzt, bspw. Montag war brechen warm draußen, hab ich in meiner rel. angenehmen Wohnung Kraftworkout gemacht. Pausen sind bei längerer Performance inkludiert bzw. nicht extra aufgeführt.

      So in etwa möchte ich dann mein Wochenreview hier posten. Jeden Sonntag werde ich eine Woche soweit es geht planen und jeden Abend den Tag reviewen und (um)planen. In Zukunft werde ich wohl eine 6-Tage Woche haben und random so mal einen Tag frei machen, wenn ich merke, es sollte frei gemacht werden.

      Was halt momentan sucked, sind die Zeiten wie ich wann aufstehe. Das Wochenende reißt mich jedesmal rein. Wegen Grind stehe ich später auf, damit ich länger grinden kann, hab dann aber zu tun, Sonntag zeitig ins Bett zu kommen. Bevor ich gecoacht wurde, hat das auch mal bedeutet, dass auch mal eine ganze Woche bis in die Mittagszeit hineingewastet wurde, weil bis 4:00 Feierabend gemacht worden ist. Damit ist jetzt halt Schluss.

      Mein Tag beginnt in letzer Zeit mit einer Morgenroutine, die ist Nuts!

      - Sofort aufstehen, wenn der Wecker klingelt

      - 500ml Wasser trinken
      - ausgiebige kalte Dusche (Habit ist gefestigt seit über einem Monat)
      - 15 min Meditation
      - gutes Frühstück (muss noch dran gearbeitet werden)

      Danach versuche ich möglichst einen ruhigen Vormittag zu verbringen und mich nicht insta in die Arbeit zu stürzen. Das passiert dann größtenteils nachmittags bis abends. Vielleicht nicht ganz optimal was die Stunden betrifft, aber die Stunden sind super effizient, ohne Hänger. Hab rel. viel geschafft die letzte Woche. Aber wird mehr, weil ich mich erst an so durchgeplante Tage gewöhnen muss und die Einbildung noch etwas vorherrscht, dass ich zu wenige Stunde arbeite.

      Drei Tage die Woche ist momentan Sport angesagt, um eine Grundfitness zu bekommen, ohne mich total auszupowern. Das läuft auch ganz gut, Ziel sind 4-5 Tage die Woche Sport als Ausgleich. Die Meditation habe ich auch für mich wiederentdeckt. Ist lange Zeit in den Tiefen meiner mentalen Tool-Box verschwunden.

      Jetzt muss ich nur jede Woche sowie teils an einzelnen Tagen Prioritäten setzen, Stable vs. MTTs was die Arbeit betrifft und das entsprechend planen.

      Ziel bei der ganzen Sache ist schlicht wieder eine professionelle Attitüde als Spieler an den Tag zu legen und nicht sinnlos rumzugrinden und ab und an mal einen Spot zu solven für sich selbst. Weiterhin möchte ich die langen Sessions so konzentriert wie möglich bestehen.

      Ansonsten gewöhne ich mir dafür auch ein paar bad habits ab gerade und versuche mir neue good habits anzueignen.

      Good Habits angewöhnt:

      Kalte Dusche (einfach der hammer)

      Dabei anzugewöhnen:

      Morgenroutine, die ja ein paar Sachen inkludiert, die einfach gut für mich sind (spühre ich auch)

      Mehr Bewegung (durch die Tagesplanung läuft das sehr gut, kennen sicher viele: "ich mach morgen Sport", macht Sport oder auch nicht und ein übermorgen gibts dann nicht mehr, sobald man sich den festen Termin setzt, macht man das auch :) )

      Dabei abzugewöhnen:

      Zigaretten total durch E-Zigarette erstetzt (läuft aber erst seit wenigen Tagen)

      Kein Bier/Alk mehr (läuft eine Woche) - hab abends über langen Zeitraum die Angewohnheit entwickelt 1-3 Bier zu trinken, ne Zeit waren es drei ja, dann 1-2, jetzt trink ich abends zu Feierabend ein kühles alk-freies Weizen, man spührt das am meisten morgens, dass man den scheiß einfach bleiben lässt)

      Kommt noch:

      - irgendein cooles Hobby für Ausgleich suchen
      - Mit Ernährung befassen und gelerntes umsetzen, ist aber nicht oberste Prio (Ich ernähre mich rel. gesund, frisch etc. aber eher nach gesunder Logik, weniger nach Wissen, gerade am Frühstück hab ich noch einige Schrauben zu drehen)


      Gibt sicherlich noch mehr was ich so angehen kann, aber im Laufe meiner Karriere hab ich schon vieles in meinem Leben und in meiner Sichtweise auf die Dinge "verbessern" können.

      Was ich auf jeden Fall noch definieren muss, ist wie ich meine Sessions am Ende konstant reviewe. Wo ich da am besten ansetze und ob ich das überhaupt in einer klassischen Review-Form mache. Bin eher nicht so der Reviewer, packe mir lieber random misplayed Spots und schaue, dass ich da eine gute Lösung für später finde. Lange nicht gemacht, fu.

      Egal. Das dazu. Was diese ganze Mental-Game Sparte betrifft, halte ich euch hier im Blog auch auf dem Laufenden. Soll aber nicht zu viel werden, meine Prämisse ist immer noch: Wissen > Mental-Game-BS, aber mit den richtigen Mental-Game-Tools kann man Wissen effizienter aneignen und umsetzen, komisch dass es fast 7 Jahre gebraucht hat, das wirklich zu kapieren :/


      2. Bankroll

      Ich habe mehrere Standbeine, Stable, Poker, Anteile an +EV-MTTlern, paar Deals nebenbei und jetzt nebenbei mal wieder ein paar RL-Baustellen. Nichts ist 100% permanent und varianzfrei, aber alles im Allem kann man davon recht sorgenfrei leben. Daher kann ich es mir erstmal leisten MTTs zu üben, aber nichtsdestotrotz möchte 1) die Möglichkeit haben mal was nebenbei auscashen zu können 2) Genug Geld um Stakes zu spielen, die bei einer Grind-Only Woche ein Semi-Pro-Leben ermöglichen würden. Ich weiß aber auch, dass mein angepeiltes ABI die nächsten Monate nicht als einziges Standbein stehen kann.

      Daher halte ich es für sinnvoll bei 5er - 22er BIs einzusteigen, um zu üben. Nur haben mir einige MTTler davon ein wenig abgeraten und meinten, ich solle etwas höher ansetzen bei meinen Skills, daher habe ich mir genug Geld in die Roll gepackt um auch mal ein softes 50er ins Schedule zu nehmen, als Top-End sozusagen. Das wird sich aber die nächsten Tage und Wochen zeigen, wo ich mich einpendel.


      3. Seiten und Schedules festlegen

      Nach dem heutigem Gespräch mit dem MTTler, ist Pokerstars wieder in die Seitenwahl gerückt. Wheee, Stars haha, 20k to go, mache ich das halt mit MTTs :D

      Weil:

      Meine Schedules starten spätestens um 10:00, damit ich eben diesen solideren Tagesablauf schaffe, letze Regestration 15:30, Monsterstack auf Wina :love: . Ich werde also ein varianzärmeres Morgen-Schedule aufbauen und da werde ich über kurz oder lang nicht um Pokerstars drum rum kommen.

      Gespielt wird also erstmal: Winamax, Pokerstars, Partypoker und 888.

      Warum so viele Seiten?

      Rhythmus und das varianzärmste Schedule beißen sich eben ein wenig, da kommt man um so viele Seiten nicht drum rum. Ich möchte in erster Linie lernen und daher nehme ich die ersten Wochen und ggf. Monate nur normale Freezout-Formate, möglichst deepe und lange Strukturen (zwecks Cashgameskills), keine Rebuys, keine KOs/PKOs, keine Turbinen. Okay, 6max Dinger spiele ich natürlich. Später werde ich mich vielleicht auch auf andere Formate stürzen um mehr Auswahl an Games zu haben. Das muss ich aber auch kalkulieren, varinanzlastige Schedules mit gutem EV vs. varianzärme Schedules mit geringerem EV.

      Ich möchte damit auch mal schauen, ob meine Rechnungen mit Pokerdope Variance Simulator in etwa aufgehen, wenn man sich zusammenreißt und diese Formate only spielt.


      4. Neue technische Skills aneignen


      Ja, jetzt wird es spaßig, hier kann ich mir einen schönen Plan schmieden^^


      4a) Push or Fold Chip EV/4b) Push or Fold ICM pressure

      Zum Üben nehme ich erstmal wieder den SnG-Trainer von ICMizer zwei und übe jeden Tag 30-60 min, das baue ich irgendwie in meine Routine mit ein. Das mache ich so lange, bis ich in meinen gewählten Übungsvarianten zu den Top-1% gehöre. Kann dauern, aber ich will ja so richtig gut werden und nicht nur so halb gut :)



      Da hab ich noch gut was vor mir, aber bin auch als totaler Fisch gestartet.

      Ingame Spots, die kompliziert sind, möchte ich in Zukunft mit HRC lernen angehen bzw. lösen.


      4c) ICM an sich verstehen und entsprechende Adjustments ausrechnen können

      Hab mir dazu eine Playlist von Run It Once erstellt, unter anderem die ICM-Serie von Sulsky, ich erwarte jetzt mal viel davon^^ Die Videos werde ich wie früher regelrecht auseinander nehmen, mit Notizen etc.

      4d) Preflop - Gameplan

      Ich denke ich kann viele Skills aus dem Cashgame applien, ist ja recht viel Pokermath die man nutzen kann dafür, wie weiter oben schon erwähnt.

      Ich benötige aber recht viele Pläne dafür.

      Ich habe überlegt ein wenig zu staffeln.

      20-40bb oder so, um 40-60bb, 60bb+ Muss mich dann auch noch mit shortstackplay zwischen 10-20bb auseinander setzen, nicht so einfach. Da benötige ich auf jeden Fall noch einen Plan. Weiterhin, jeweils mit Antes und ohne Antes. Was ICM-Pressure betrifft, muss man sowieso üben und sich gespielte Spots genauer anschauen. Ist auf jeden Fall viel Arbeit für alle gängigen Spots gute Ranges aufzubauen, was auch etwas müßiger ist, als Cashgame, weil man ingame ja doch mehr abweicht. Aber die sind eben wichtig, weil ich ja ein gutes Postflop-Play entwickeln will. Wer wirklich mal effiziente, zielführende, Postflop-Arbeit gemacht hat, weiß, dass es ohne Preflop-Ranges nicht geht :D

      Stelle ich mir auf jeden Fall sehr funny vor. Wir haben keinen Rake, dürfen also viel mehr IP callen, wir haben Antes, dürfen an allen Stellen weiter werden (Flatcalls, 3bets, 4bets, openraises), wir müssen aber drauf achten, dass wir dann ab einer bestimmten shallow Stacksize wieder tighter werden, viel Arbeit, die leider andere MTTler schon gemacht haben, oder zumindest einen rauen Plan von. Aber denke da schließe ich relativ schnell auf.

      4e) Postflop - Gameplan

      Systematisch Spots solven mit Flopsubsets um gewisse neue Dynamiken Range vs. Range besser zu verstehen. Die Ranges sind ja in den meisten Spots viel weiter, die Stacks in der Regel shorter, da muss ich aufholen, was Grundlegendes betrifft, weil kleinere SPRs erfordern weniger Rangeprotection und damit dünnere Raises und ggf. mehr kleine bets Postflop XXvBB, weiterhin barreln weite Ranges super schlecht, daran muss sich ein Cashgamer erstmal wieder gewöhnen. Ein wichtiger Punkt ist auch noch, dass weite Ranges mit kleiner SPR aufeinander treffen, im Cashgame treffen bei kleiner SPR in der Regel (bspw. 3bet/4bet Pot) ja recht tighte und übesichtliche Ranges aufeinander, sodass Spots leichter händisch zu lösen sind. Hierfür ist es sehr wichtig so wenig wie möglich zu autopiloten und schlechte Bets reinzupacken, also Mindfulness gepaart mit Wissen aneignen ist hier non plus ultra.

      Ansonsten wird wieder angepeilt einen Spot pro Woche händisch zu lösen.

      Mh, sieht nach viel Arbeit aus, vielleicht werden aus 3 Grindtagen, erstmal nur 2 um viel Wissen in den Kopf zu bekommen.

      4f) weitere MTT-Theory

      Hab mir eine Playlist dazu auf RunItonce gemacht und schaue mir Stuff an, den ich on the Fly erstmal gut finde. Ansonsten mache ich lieber Praxis in Form von Analysen, Spots lösen, Spots mit Solver lösen etc., weil die grundlegende Theorie ja nicht viel anders ist, außer ICM-Stuff.

      Was mir noch einfällt: Ich denke es ist sinnvoll Masse anzupeilen, was die parallelen Games betrifft, weshalb ich Multitablingskills schärfen muss. Hab das ja sehr gut im Cashgame geübt, die letzte Zeit, 1k Hände pro Stunde und so, mit der entsprechenden Zusatzsoftware sollte einem solidem Grind nichts im Wege stehen.



      5. Vorhandene Skills verbessern/Auffrischen

      Das sind an sich die deepen pre-Ante Situationen, die kann ich ja eigentlich ganz gut händeln, zumal die Competetion in der Phase ja recht weak ist. Allerdings habe ich das leider zu sehr vernachlässigt in den letzten Monaten, weshalb auch da Nachholbedarf besteht. Man sollte ja nicht nur die Schwächen angehen, sondern auch die Stärken verbessern.



      6. Programme/Hilfssoftware

      Was hab ich und womit kenne ich mich aus?

      PT4, Simple Postflop, CardrunnersEV, Powerequilab

      Was hab ich und kenne mich noch nicht so gut mit aus?

      ICMizer2, ICMExplorer, Stack and Tile


      Was brauche ich vielleicht noch?

      HRC

      Fällt euch MTTlern noch was ein?

      Ich denke ich werde viel mit Excel und Powerequilab machen, was Rangework per Hand betrifft, desweiteren mal schauen, was MTT-mäßig mit CREV so geht, Simple Postlfop runnt sobald ich viele Preflop-Ranges aufgestellt habe.

      ICMizer nutze ich so lange den SnG-Trainer bis Push or Fold ChipEV und ICM-Pressure/FutureGameSimulation sitzt. HRC kommt später, fand es auf den ersten Blick besser/umfangreicher/nerdiger als ICMizer^^ ICM-Explorer hab ich zufällig gefunden, mal schauen was das so kann, scheint ja gratis zu sein.

      Stack and Tile wird beim Multitablen helfen. Das stelle ich morgen mal alles ein, damit es keine bösen Überraschungen am Montag gibt, denn genau dann will ich mal den ersten MTT-Grind anwerfen!



      Fuck schon so spät, so lange wollte ich nicht an dem Post sitzen, wirft ja den ganzen Plan durcheinander :D Naja, mal mein Feierabend Erdinger Alkfrei holen und nochmal alles lesen.

      Gl an den Tischen, egal ob NL-Cash, MTT, PLO, Skat, Kartenkloppe, 52 heb auf.







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    • Erste Session durch, zwei Cashes "nur", 2er in nem Middlweight für ~450 Bucks, ITM im Big 22 für paar bucks. Overall 150 up.

      18 Dinger gespielt, 10:00 Start, vor ca. 30 min Ende, geht klar. Werde das jetzt immer Dienstags und Freitags so machen, Samstag aber 12:00 starten, einen Varianztag brauche ich^^

      Einen Vorteil hab ich noch entdeckt an MTTs, den ich so noch gar nicht gesehen habe, ist etwas mehr mentale Ebene. Man packt Betrag X rein, je nach reentries kann es etwas mehr werden, aber man kann durchaus planen "okay, heute gehen 500 Euro rein", das ist an sich schön gecuttet. Nachteil ist leider, dass man nicht sagen kann "okay, ich schaue nur ein mal pro Woche auf Graph/Results".

      Erstmal chillen jetzt und später noch Preflop-Rangework.
    • Erstmal viel Erfolg bei der Transition! Finde es super, wie du das Ganze angehst und auch so strukturiert mit uns teilst. Kann man auch einiges für sich selber mitnehmen :)

      Hast ja schon sehr viel aufgelistet, wichtig finde ich zudem noch Money Bubble, FT Bubble und klar, den FT ansich. Hier machen wir halt Roy Black :D

      Zum Thema Ernährung und deiner Morgenroutine kann ich z.B. Pfannkuchen aus Haferflocken, Ei, Quark, Schuss Milch und n Proteinpulver empfehlen (+ evtl Beeren als Topping). Mengenmäßig halt schauen was für dich passt. Kann man auch während des Grinds essen, je nachdem halt. Hält schön lange satt, ansonsten gegen Ende des Grinds Obst à la Apfel, Banane und so. Viel Wasser bereitstellen, Blase so "trainieren" dass du in den Pausen auf Klo musst und auch sonst unbedingt in den Pausen weg vom Rechner und bewegen. Treppen steigen, Stretching etc.
    • Thx, ich kann das in etwa schon einschätzen worauf ich mich einlasse, weshalb ich auch low ran gehe und Schedules mit recht wenig Varianz nehme. Aber kann mir gut vorstellen mein Schedule komplett durchzubricken, wie das suckt und nochmal und nochmal und gehe von aus, dass die Phasen ekliger als im Cashgame werden können.

      Aber will auch gar nicht großartig sinnieren drüber, Arbeit reinpacken so viel wie geht und schauen wie es läuft :)