Auf dem Weg zum Gewinner im Online Poker - Part II - Mindset

    • Auf dem Weg zum Gewinner im Online Poker - Part II - Mindset

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      Man kann das schärfste strategische Verständnis haben, das beste Handreading, ein solides und objektives Verständnis über seine Edge auf seine Gegner und man kann immer noch zerstört werden von einer gewissen Portion Bad Run in einer Art die einen womöglich für immer davon abbringt die Arbeit zu investieren um sein eigentliches Potential im Spiel zu realisieren. Man hat eben nicht alles komplett unter Kontrolle. Manches wird man nie kontrollieren können. Es gibt so vieles im Poker was unkontrollierbar ist.

      Die Widrigkeit des Pokerspiels ist der wahrscheinlichste Grund für das Entgleisen einer vielversprechenden Poker-Laufbahn. Varianz und Deviation sind aber auch was dieses Spiel so reizvoll macht, was das Glücks-Element und das Pech beisteuert dem jeder Spieler unkontrollierbar ausgesetzt ist, aber es ist auch der echte Test ob man trotzdem das Geschick-Element im Spiel im Auge behalten kann hinter dem mehr oder minder glücklichen Ausgang und eine ruhige und sachliche Akzeptanz dazu hat.

      Man wird immer wieder scheiternde Spieler die Schuld in Faktoren außerhalb ihrer Kontrolle suchen sehen, wenn sie in Wirklichkeit einfach auch die Kontrolle über die Rationalisierung ihrer eigenen Fehler verloren haben. Ihr gesamtes Denken wird geprägt von einer Anspruchshaltung und einem Ungerechtigkeits-Empfinden zu dem Geschehenen, was sie außer Lage bringt noch rational ihre eigenen Entscheidungen und die Qualität ihres Spiels zu hinterfragen. Sie sind verloren, haben verloren und sie werden sich sehr wahrscheinlich nicht mehr davon erholen. Glück im Poker ist was den schlechteren Spielern die Chance bringt auch einmal zu gewinnen, warum sie zurückkehren und was der Preis ist den die guten Spieler bereit sein müssen zu opfern um weiter mit ihnen spielen zu können. Erfolg im Poker beruht darauf in allen Aspekten des Spiels stark zu werden und ein großer Part davon ist mit der Widrigkeit des Spiels klar zu kommen, das man in der Lage ist Anspruchshaltungen aufzugeben und stattdessen Akzeptanz zu entwickeln für all das was außerhalb der eigenen Kontrolle geschieht in Glück und Pech, das man es schafft die Fähigkeit zu entwickeln stets rational und objektiv die Faktoren über die man Kontrolle hat zu evaluieren: Das ist was wir die Entwicklung eines ordentlichen Poker-Mindsets nennen.

      Die Kenntnis und die Arbeit am eigenen Mindset wird dabei helfen die Widrigkeiten und brutalen Situationen die geschehen besser zu verkraften, es hilft dabei einen konstruktiveren Zugang zu finden und man bleibt bodenständig und fokussiert auf die Aspekte des Spiels, über die man sehr wohl Kontrolle hat.
      Während unsere Strategie und das Arbeiten abseits der Tische an der Entwicklung unseres Spiels vergleichbar ist mit dem Bauen des Motors, der unser Poker-Auto antreibt, so ist unser Mindset das Benzin, sowie das Öl das hilft damit alles wie geschmiert läuft und wir bereit sind zu leisten. Das gute an der Arbeit am Poker-Mindset ist, dass man vieles vom Erlernten auch für andere Facetten des Lebens anwenden kann und während es schwierig zu erlernen und zu meistern ist, so hat es einen sehr positiven Einfluss auf die Bildung unseres Charakters und unseren Bezug zu den Dingen die das Leben von uns abverlangt.

      Wenn wir nicht darauf aufpassen und keine Arbeit investieren unser Mindset zu entwickeln, wird unsere Leistung an den Tischen darunter leiden. Wie ein schlecht gewartetes Auto, dass wohl noch halbwegs gerade aus fahren kann mit konstantem Tempo ohne großartige Steuer- oder Brems-Manöver, wenn wir dann doch anfangen zu lenken oder bremsen, oder Gas geben und die Gänge wechseln, dann wird irgendwann in einem schlecht gewarteten oder beschädigten Auto sich ein Teil lösen, oder es wird etwas brechen und damit erhöht sich riesig das Potential einen Unfall zu bauen. Es ist nur eine Frage der Zeit und der Einschläge bis es bricht. Lasst uns also penibel sein um dieses Desaster zu vermeiden indem wir quittieren wie wichtig Mindset für die Sicherung unseres Erfolges im Poker ist.


      Wie man sein Mindset entwickelt


      Der Unterschied zwischen Poker-Strategie und Poker-Mindset im Lernprozess ist vor allem der Mangel an hochwertigem Lernmaterial und auch die Schwierigkeit dafür einen linearen und leicht zu verfolgenden Lernpfad festzulegen. Das ist auch der Hauptgrund warum man meist nur verstreuten und Stück für Stück zusammensetzbares Material findet, dass man zu einem Flickenteppich aus Informationen und Konzepten zusammenbastelt, der am Ende das Erreichen eines soliden Mindsets gewährleisten soll. Das hört sich nicht sehr vielversprechend an oder?

      Ein großes Problem beim Lernen dieses Aspektes des Pokerspiels ist das diese Fähigkeit hauptsächlich von Erfahrungswerten lebt und nicht von Theorie. Wenn man nicht am eigenen Leibe die schwierigen mentalen Situationen im Poker erlebt hat, wird es einem sehr schwer fallen Zugang und Verständnis zu Lernmaterialien zu entwickeln um in der Lage zu sein die richtigen synaptischen Verbindungen im Gehirn anzulegen, um die Informationen dann richtig zu interpretieren und zu verarbeiten. Man muss da durch gegangen sein um daraus lernen zu können.
      Während fast alles in diesem Leitfaden mir relativ leicht gefallen ist zu formulieren und zu transportieren in einer Art, die auch für einen Anfänger verständlich ist, ist das Schreiben über Mindset wirklich schwierig, weil es auch ein sehr subjektiv beeinflusstes Thema im Poker ist. Was bei mir funktionierte um ein starkes Mindset zu entwickeln, mag nicht der beste Zugang für viele andere sein. Um die Dinge runter zu brechen in ein verständlich geschrieben und transportiertes Format ist eigentlich unmöglich zu schaffen in einem kurzen Leitfaden.

      Mindset Coaches, zumindest die richtig guten, sind einige der best bezahlten Poker-Coaches die es gibt. Der Grund dafür ist das sie über ein sehr seltenes Fertigkeits-Paket verfügen. Sie müssen sowohl Pokerstrategie und deren Entwicklung beherrschen, aber auch die psychologischen Kapazitäten und didaktischen Fähigkeiten haben um mit der individuellen Situation ihres Schülers umzugehen und den besten Weg zu finden ihrem Schüler weiterzuhelfen. Das erfordert entsprechend Zeit und Aufwand um das Mindset des Schülers aufzubauen.

      Am Besten sieht man das Aufbauen eines starken Poker-Mindset als eine eigene Reise an, die stattfindet während man pokert. Mit dem Ansteigen der Erfahrung kommen immer wieder Gelegenheiten um seine mentalen Fertigkeiten zu schärfen und so beginnt man Gewohnheiten zu entwickeln die sehr förderlich für das eigene Pokerspiel sind. Je größer das Spielverständnis wird und je mehr man daraus lernt die Widrigkeiten zu akzeptieren, desto besser wird man auch im Umgang mit diesen. Um einen gewissen Wegweiser auf dieser Reise zu haben empfehle ich das einzige Mindset-Buch zu kaufen, dass ich selber gelesen und als prägend und geeignet für die Entwicklung meines Mindsets gefunden habe das von Jared Tendler geschrieben wurde: mentalgameofpoker.com/ ( Es gibt eine deutsche Version des Buches, die ich jedoch nicht gelesen habe! Daher der Hinweis der Vollständigkeits halber gerade für Spieler die einfacheren Zugang zu deutschem Material finden, erwerbbar u.a. hier: amazon.de/Deutsche-Ausgabe-Mental-Game-Poker/dp/0957137389 )

      Jared Tendler ist der populärste und am meisten referenzierte Poker-Psychologe, der endlos viele professionelle Poker-Spieler unterrichtet hat wie sie ihr Mindset entwickeln und verbessern können, aus einem Leistungssport-psychologischen Hintergrund kommend bei dem er u.a. Profi-Golfer und andere Spitzen-Athleten in die Lage versetzt hat das Mindset eines Champions zu begreifen und dadurch die Leistungsspitze in ihrem Feld zu erreichen.

      Ich könnte nun mehrere Passagen damit füllen warum dieses Buch als Einstieg ins Poker-Mindset geeignet ist, wenn man noch gar keine Ahnung über Mindset hat, nicht nur von einem Poker-Standpunkt, aber auch als eine grundlegende psychologische Basis. Ich war selber ein komplett Fremder gegenüber dem psychologischen Feld des Verständnis und der Entwicklung von mentaler Leistungsfähigkeit bevor ich das Buch gelesen habe und während ich immer noch ein bescheidener Neuling und Schüler bin, der wahrscheinlich sein ganzes Leben damit verbringen wird sein Mindset zu verbessern und zu meistern, hat dieses Buch mich Lichtjahre vorangebracht mich selber und meine Reaktion und Umgang mit Widrigkeiten zu verstehen und zu verbessern.

      Im Poker hat der Umgang mit Widrigkeit vor allem einen zentralen Namen: Tilt. Das Buch wird nicht nur erklären was Tilt ist, welche Formen Tilt annimmt und woher Tilt kommt, es wird auch einen direkten Angang zu diesem Elefanten im Raum anbieten und wie man diesen besiegt. Es bietet Lösungen und Entschlusskraft und einen smarten und geschickten Weg die gelernten Konzepte zu implementieren.
    • Umgang mit schlechter Varianz und Deviation

      Jeder Pokerspieler wird irgendwann auf etwas treffen das man allgemein als "Downswing" bezeichnet, eine Periode im Spiel bei der man trotz des besten Pokers verliert, weil es zu einer statistischen Anomalie kommt, bei der man öfters als allgemein üblich mit der besseren Hand verliert.
      Poker ist in großen Bereichen ein Glücksspiel, wobei der Glücksfaktor immer mehr sinkt je umfangreicher die Stichprobe ist. Während dies wahr bleibt bis zu einem gewissen Kriterium, kann Poker im Tagesgeschäft schon einmal bösartige Formen annehmen. Man kann selbst in den Varianz-ärmsten Varianten Beträge an einem Tag verlieren, wo sich der Magen umdreht.
      Das Hauptproblem das Spieler antreffen ist das sie als aufstrebender regelmäßiger Spieler es meist gut rein bekommen, oder korrekt value-betten gegen schwächere Hände um am Ende doch zu verlieren. Einen "Suckout" zu erleiden. Nur bei einer verschwindend geringen Anzahl von Poker-Händen geht es mit 100% Erwartungswert zu gewinnen rein, die meisten allgemeinen Situationen sind 80 zu 20 oder 66 zu 34, oder sogar 52 zu 48 was man als "Coinflip" (Münzwurf) bezeichnet. Wenn wir also nur ein 66 prozentiger Favorit die Hand zu gewinnen sind, erwarten wir auch zwangsläufig mehr Hände in diesen Situationen zu gewinnen und haben damit eine Anspruchshaltung öfter zu gewinnen als unser Gegner. Also wenn wir nur zwei- oder dreimal in Folge mit einer 66 prozentigen Hand verlieren kann das schon genug sein um eine Benachteiligung zu spüren. Wenn man sich Poker-Foren durchliest, sind diese voll mit Spielern die darüber jammern und sich beschweren wie schlecht sie laufen und die andere Spieler beschimpfen wenn sie mit der schlechteren Hand gewinnen.

      Das Problem damit ist das man eine Anspruchshaltung entwickelt immer mit der besseren Hand zu gewinnen. Das ist dann fatal wenn sich die "Suckouts" einmal häufen und es im Hirn anfängt zu rotieren, sich sogar physisch äußert indem man zumindest den Kopf schüttelt, oder beleidigt ist und sich selber bemitleidet. Man dampft durch starke Emotionen jedes mal wenn ein Suckout stattfindet ab diesem Punkt und wenn es oft genug passiert landet man schlussendlich hier: "Oh! Ich bin in einem Downswing, es gibt absolut nichts was ich tun kann, ich hör einfach auf mit der Session. Ich halt das nicht mehr aus und ich werde nur weiter verlieren!"
      Glückwunsch! Du hast gerade den Hauptpreis in der Tilt-Lotterie getroffen: Anspruchshaltungs-Tilt, der sich zu Aufhören-Tilt weitergebildet hat.

      Diese zwei Versionen des Tiltens sind meiner Erfahrung nach die schlimmsten die man entwickeln kann, weil sie einfach omnipräsent sind und Deine Poker-Laufbahn zerstören werden. Wenn man mit Anspruchshaltung spielt wird es einen zerstören sobald man mal einen schlechten Lauf erwischt und sich diese Eindrücke im Kopf ansammeln, bis man einen Schwellen-Punkt erreicht hat und dann einfach aufhört weil man die Schnauze voll hat. Man kann das visualisieren wie ein Wasserfass das mit jedem Suckout weiter aufgefüllt wird, bis es irgendwann überläuft und alles weg zu schwimmen beginnt.

      Das was darauf passiert ist das man aufhört. Man glaubt man hat die richtige Observation gemacht das die Karten einem heute nicht hold sind und dieser Fakt übertrumpft jeglichen strategischen Vorteil über den Gegner um dies zu überkommen. Das ist Quitting-Tilt, also Aufhören durch Tilt. Meistens tendiere ich dazu angewidert von mir selbst zu werden wenn ich am nächsten Tag feststelle das ich aufgrund von Varianz aufgehört hab, nicht aufgrund von schlechtem Spiel. Das ist schon ziemlich albern oder? Nunja, gestern war das noch nicht so albern aufzuhören als es die Suckouts gehagelt hat. Es ging nur darum das Leiden zu beenden. Und genau hier liegt das Problem: Wenn man die Akzeptanz verliert das dieses Spiel so bösartig sein kann durch Faktoren außerhalb der eigenen Kontrolle, so dass man sich davon überwältigen lässt, hat man effektiv verloren. Ein Spieler der nicht spielt wird niemals gewinnen. Alles was er vermeidet ist den Verlust ertragen zu müssen, aber all die Arbeit die er reingesteckt hat der beste Spieler zu werden am Tisch sind an diesem Punkt verschwendet. Man hat seine Zeit verschwendet. Und das wird dich verfolgen.

      Man wird wahrscheinlich deshalb lange Zeit nicht sein A-Game spielen können. Siehe es als ob Du betrunken aus einer Disko geschmissen wurdest, weil Dein Temperament mit Dir durch ist oder Du Dich zum Clown gemacht hast. Der Typ an der Tür wird Dich vermutlich nicht mehr rein lassen diese Nacht und vielleicht wird er Dich auch morgen Nacht nicht rein lassen, weil Du so ausgetickt bist und Dich lächerlich gemacht hast. Aber, wenn Du in der Lage bist dem Türsteher weis zu machen das Du wieder nüchtern bist, Deinen Fehler einsiehst und detailliert in der Lage bist zu erklären das es nicht mehr vorkommen wird, wenn Du also logische Zusammenhänge injizierst in Deine Darstellung der Situation, dann wird er sich vielleicht dazu überreden lassen Dich wieder rein zu lassen.
      Siehe den Türsteher aus diesem Beispiel als Dein eigenes schwaches inneres Selbst das überzeugt werden muss Dich wieder spielen und crushen zu lassen, das überzeugt werden muss das man wieder in der Lage ist sein A-Game zu spielen. So wie Du wieder in den Club kannst und möglicherweise einen tollen Abend hast, oder halt translatiert an den Tischen eine bombige Winning-Session, ist das alles im Bereich des Möglichen. Aber wenn Du die Gelegenheit verpasst wirst Du nie wissen was hätte sein können. Du könntest Dir sagen "Ich werde mich nur wieder sinnlos betrinken und Ärger kriegen"/"Ich werde eh nur wieder verlieren und tilten" was sich ja auch vernünftig anhört, aber totaler Bullshit ist. Damit verrät man nur sich selbst und verliert den Respekt und das Vertrauen in sich selbst.
      Das ist einfach kein Gewinner-Konzept, nicht für Poker, nicht für irgendeinen Aspekt im Leben. Man muss Gelegenheiten wahrnehmen und wenn man verliert weil man die schlechtere Hand zugeteilt bekommen hat, dann muss man wieder aufstehen und es erneut versuchen. So simpel ist das. Also lerne unbedingt und so früh wie möglich in Deiner Entwicklung den Umgang mit Varianz, weil es einer der größten Anfänger-Fehler ist sich nicht richtig damit auseinanderzusetzen und es dadurch zu einem der größten Vernichter einer aufstrebenden Poker-Laufbahn wird und nichts als Nachtrauern über "was hätte sein können" hinterlässt.

      Es ist einfach auch eine gute Lektion fürs Leben sich mit unfairen und ungerechten Umständen außerhalb der eigenen Kontrolle auseinanderzusetzen und diese zu evaluieren bezüglich ihres Einflusses auf einen selber. Das ist so eine wichtige Fähigkeit zu erlernen, aber es wird auch das Leben lang dauern diese Lern-Reise um Erfolg zu haben und dann auch zum Crusher zu werden. Und täusch Dich nicht, es ist schwer und erbarmungslos dies aufrecht zu erhalten. Aber es gibt so viel zu gewinnen, wenn man sich darauf einlässt und ordentlich Arbeit reinsteckt.
    • Wie man gute Poker-Gewohnheiten entwickelt

      "Wir sind was wir regelmäßig tun. Exzellenz, dann, ist nicht ein Akt, aber eine Gewohnheit." - Aristoteles

      Im Jahr 2009 widmete sich ein Team aus Psychologen am University College of London einer 96-Personen-starken Studie um Rückschlüsse zu ziehen wie lange die Probanden dafür brauchen gewisse Gewohnheiten zu entwickeln und in ihrem gewohnten Lebenslauf zu manifestieren und die innere Resistenz, nennen wir es einfach die Faulheit, zu überkommen um diese Gewohnheiten täglich ohne großen Aufwand an Motivation und Überzeugungsarbeit durch zu ziehen. Während gewisse Mental-Gurus und Scharlatane einem erzählen, dass man in 21 Tagen nach ihrem Plan eine Gewohnheit einbringen und verankern kann, oder sogar kurzzeitigere Methoden die immer funktionieren möglich sind, wischte diese englische Studie alle diese Quacksalber-Methoden als absoluter Humbug vom Tisch.
      Im Durchschnitt brauchten die Teilnehmer der Studie 66 Tage um eine durchschnittlich schwierige und Leistung erfordernde Gewohnheit in ihrem Alltag zu verankern. 66 Tage...

      Das Team der Studie schreib in ihrer Erklärung das komplexere und mehr vom alltäglichen Ablauf des Probanden abweichende Gewohnheiten noch viel mehr Zeit erforderten, je komplexer und je abweichender vom Alltag desto größer war der benötigte Zeitraum mit konstanter täglicher Ausführung der gewünschten Gewohnheit.
      Ein Glas Wasser jeden morgen nach dem Aufstehen zu trinken mag in 20 oder 30 Tagen erfolgreich verankert sein, während das Aufstehen jeden morgen zur selben frühen Stunde um eine Runde joggen zu gehen in Wirklichkeit dann bis zu 100 Tage konstante Leistungserbringung erforderte. Jedes Mal wenn ein Proband einen Tag verpasste, führte dies zu einer partiellen oder vollständigen Rücksetzung der Gewohnheitbildung, also um effizient zu sein, muss man konstant durchziehen ohne einen Tag auszusetzen oder einen Tag nur halbe Leistung zu bringen.

      Poker zu spielen und zu studieren jeden Tag ist mindestens so schwierig wie sich jeden morgen zum Joggen zu motivieren und dies durch zu ziehen, wenn nicht schwerer. Also wird auch diese Gewohnheit deutlich mehr als 66 Tage konstante Leistungsbereitschaft erfordern. Wie motiviert Du im allgemeinen bist und wie groß Dein Selbstvertrauen entscheidet maßgeblich und ist der Schlüssel zum erfolgreichen Etablieren dieser Gewohnheit.

      Also sollten wir deutlich kleiner anfangen. Wie wäre es damit jeden Tag 30 Minuten mit dem Studieren und Lesen von Poker-bezogenem Material zu verbringen. Man kann das z.B. in 15 Minuten strategischer Studie und 15 Minuten Arbeit an Mindset und dem eigenen Lernpfad aufteilen. Ich glaub das man dies schon in unter 30 Tagen als Gewohnheit manifestieren kann. Es sollte auch dabei helfen motiviert zu werden um zu pokern, weil man einfach erpicht darauf ist seine neu hinzugewonnen Erkenntnisse und Lernfortschritte anzuwenden und an ihnen weiter zu arbeiten von den Hand-Histories der dann gespielten Session.

      So gewinnt man aus einer simplen Gewohnheit Selbstvertrauen und Motivation hinsichtlich der eigentlichen Gewohnheit die man formen will. Poker zu spielen auf regelmäßiger Basis ohne das wir uns immer intensiv und penibel der Evaluation unser eigenen Motivation und unseres Selbstvertrauens widmen müssen und trotzdem solide spielen, egal was am Tag davor gewesen ist.

      Zu diesem Zeitpunkt möchte ich euch auch darauf hinweisen das man nicht nur gesunde Poker-Gewohnheiten entwickeln sollte, sondern auch darüber nachdenken wie man seine physische und psychische Leistungsfähigkeit und auch seine Gesundheit verbessern kann durch das Bilden von guten Gewohnheiten hinsichtlich der Ernährung und körperlichen Aktivität. Ein scharfer Verstand funktioniert nur für längere beanspruchende Zeiträume, wenn auch der Körper in der Lage ist dies zu ermöglichen. So achtet darauf während ihr eure eigenen guten Poker-Gewohnheiten kultiviert und fördert auch an euren eigenen Körper zu denken. Die psychische und physischen Komponenten interagieren fortwährend miteinander und schon geringfügiger Aufwand auf beiden Feldern geht einen weiten Weg auf lange Sicht. Eine Menge Poker-Spieler vermissen einfach das Verständnis wie viel Einfluss ihre physischen Fertigkeiten auf ihr Pokerspiel haben und vernachlässigen daher Ernährung und Sport, einfach komplett ahnungslos über deren Einfluss auf ihr Spiel. Es ist sehr hart diese Gewohnheiten aus dem Nichts zu bilden, aber während man an seinem Pokerspiel arbeitet und woran und wie man denkt, warum sollte man nicht auch an seinem Körper arbeiten. Die Definition von plus EV.


      Wie man sein A-Game so lang und so oft wie möglich spielt


      Nachdem wir uns dem Formen guter Poker-Gewohnheiten gewidmet haben, müssen wir uns auch dem Ausbau und Aufbau unserer Leistungsfähigkeit an den Tischen widmen. Ich hab noch nicht detailliert über den Begriff A-Game gesprochen, nur es als Spitzenwert der Implementation unserer Poker-spielerischen Fähigkeit erwähnt. Jared Tendler benutzt folgendes System aus Kompetenz-Kategorien um das eigene momentane Spiel-Niveau zu evaluieren:

      • Unbewusste Inkompetenz
        Du weißt gar nichts John Snow! Und Du bist Dir dessen nicht einmal bewusst (Du weißt nicht wer John Snow ist?! Nun, er weiß gar nichts und so auch Du!)
      • Bewusste Inkompetenz
        Du weißt das Du nichts weißt John Snow! (An dieser Stelle und Niveau solltest Du John Snow gegoogled haben)
      • Unbewusste Kompetenz
        Wir wissen etwas und tun es richtig, aber wir wissen nicht das wir es richtig tun!
      • Bewusste Kompetenz
        Wir wissen es und wir wissen auch das wir es richtig tun!
      Während ich mir nun den Unmut derer zugezogen habe, die mit der George R.R. Martin Referenz nichts anfangen konnten, die Jared Tendler natürlich auch nicht verwendet, die aber halt so schön passend war und die ich deshalb nicht missen wollte - und wir sind ja hier alle total opportunistisch unterwegs -, ist das nun folgende von großer Wichtigkeit. Also bitte ich euch weiterzulesen. Verspreche auf weitere dumme Popkultur-bezogene Referenzen zu verzichten!

      Sei daran erinnert das A-Game nur ein Begriff ist der das euch am besten mögliche Poker implementiert an den Tischen beschreibt. Als Anfänger beginnt man immer am Start mit unbewusster Inkompetenz in den meisten Aspekten des Spiels und dann beginnt man seinen Lernprozess indem man Dinge wie diesen Leitfaden liest und entwickelt sich mindestens weiter zu bewusster Inkompetenz, sprich man realisiert wie viel man zu lernen hat und was man alles noch nicht weiß oder gut versteht.

      Um das dann auf das nächste Niveau zu bringen muss man noch viel mehr Lernarbeit und Entwicklung investieren in allen Aspekten, natürlich indem man wie von mir vorgeschlagen auf eurem Kreis des Erfolgs seine Umrundungen absolviert und immer weiter das Gelernte in sein Spiel an den Tischen Stück für Stück implementiert.

      An dieser Stelle wissen wir auch was nötig ist um die Qualität unseres A-Games, unseres bestmöglichen an den Tischen implementierten Pokerspiels, zu erhöhen, aber wir müssen auch an unserem Durchhaltevermögen arbeiten um so lange wie möglich auch dann A-Game an den Tischen zu spielen. Das ist nur machbar mit einem hohen Maß an Selbstvertrauen, Erpichtheit, Bescheidenheit, Einsatz und Erfahrung. Täuscht euch nicht, als Anfänger gibt es einen riesigen Spalt zwischen dem was euer momentanes A-Game ist und eurem B-Game und wahrscheinlich könnte man ganze Planeten in den Zwischenraum stopfen wo euer C-Game dann beginnt. Am Anfang seid ihr wahrscheinlich in der Lage einige Orbits mit eurem A-Game zu spielen, danach driftet es schon ins B-Game und man bemerkt das besser bevor man ins C-Game runterrutscht und mit entsprechender Aufmerksamkeit und Achtsamkeit ist man vielleicht in der Lage sich wieder auf B-Game-Niveau hochzuziehen. Aber A-Game spielt ihr wirklich nur am Anfang eurer Session, wenn ihr ausgeruht und erpicht darauf seid zu spielen.

      Also was tut man um sein A-Game länger spielen zu können ist das man die Qualität seines A-Games soweit erhöht zu einer neuen Kompetenzstufe, dass dadurch automatisch auch euer B- und C-Game aufgewertet werden zu einer besseren Qualität im Vergleich zu euren Gegnern, mit dem Ziel das euer C-Game immer noch recht adequat im Vergleich zu euren Gegnern ist. Also lest das am Besten nochmal. Man verbessert seine schlechteren Spiel-Niveau in dem man das Dach der Qualität wo das A-Game sitzt erhöht! Damit schließt man auch automatisch den klaffenden Spalt zwischen den schwächeren Spiel-Niveaus und erhöht die Qualität seines B-Games zu einem Status an dem es besser als das A-Game euer Gegner ist.

      So schafft man durch ein Verkleinern des Spaltmaßes zwischen den Qualitäts-Stufen des eigenen Spiels durch ständige Erhöhung der Qualität des maximal möglichen Spiel-Niveau einen Status wo wenn ihr euch es von einem zeitlich fixierten Punkt anschaut, das A-Game des gestrigen Tages das B-Game des heutigen Tages darstellt und ihr somit für den heutigen Tag bezogen auf die Qualität eures gestrigen A-Games dieses länger gespielt habt, weil sich euer A-Game durch euren Aufwand in Zeit die ihr damit verbracht habt an eurem Kreis des Erfolgs zu arbeiten vor allem an euren Schwächen und daran eure Stärken zu behalten, verbessert hat!


    • Wie man gelernte Konzepte effizient in sein Spiel implementiert

      Es gibt zwei Dinge die Spieler hassen, wenn sie andere Spieler "sweaten" (ihnen beim Spielen über die Schulter gucken) oder coachen: Zu spät kommen und sie Fehler machen sehen, über die man schon frequent bevor gesprochen hatte in früheren Coachings!

      Fürs erste ist es eindeutig und alleine die Schuld des Spielers der zu spät gekommen ist. Fürs zweite ist es meistens nicht so das es die alleinige Schuld des Schülers ist. Es ist tatsächlich meist so das es sehr schwer einzuschätzen ist, wie viel ein Schüler pro Session in der Lage ist zu begreifen und zu verstehen und für sich selber zu re-iterieren damit Nuancen davon direkt im folgenden Spielen an den Tischen auftauchen nach der Coaching-Session. Erinnert euch wie wir besprochen haben wie lange es dauert neue Gewohnheiten zu manifestieren? Fehler zu korrigieren und deren Aus- und Verbesserung zu implementieren wird mehr und mehr schwieriger, je mehr Inhalte man versucht auf einmal zu implementieren. Die Fokussierung auf einige Themen und Haupt-Referenzen und achtsam diese in der folgenden Session anwenden, ohne das man damit den Rest seines Spiels strapaziert, ist um ein Vielfaches besser. Das ist der Grund warum man sehr effizient in seiner Lern-Methodik sein muss und dabei das Gelernte in sein Spiel an den Tischen zu transferieren.

      Als ich gecoached wurde, habe ich mir angewöhnt Notizen zu machen zu meinen Fehlern und über Inhalt der neu für mich war, wo ich entweder mich meines Verständnisses versichern wollte oder wenigstens Klarheit versuche zu schaffen über Punkte bei denen ich etwas falsch verstanden habe. Auch Dinge die didaktisch nicht gut transportiert worden sind und deshalb logisch sinnlos für mich erschienen und deshalb an mir vorbeigegangen sind. Das ist der Kern von effizientem Lernen!
      Man behält den kognitiven Überblick wie gut man den gelieferten Stoff versteht, was neu für einen ist, was wirklich hochwertige und wichtige Informationen sind und an was man noch als korrekt verstanden bestätigt haben muss. Das ist auch der Grund warum ich nicht viel Respekt für Spieler übrig habe, die sich Coaching-Videos reinziehen ohne Notizen zu machen und den Produzenten dazu zu befragen und sich so durch den Lern-Prozess effizient zu iterieren in dem sie über gerade ihre eigenen Schwachpunkte im Verständnis und in ihrem Spiel interaktiv werden und diese ganz gezielt verbessern.

      All diese Spieler scheitern damit die korrekte Implementation von dem was sie sich angeschaut haben direkt hinzubekommen und verbleiben mit Unsicherheiten und Missverständnissen zum vermittelten Wissen was ihnen auf lange Sicht mehr schaden als nutzen wird. Also macht euch Notizen und lernt von und mit euren Notizen!

      Wenn man ein gewisses Pensum an Erlerntem angeeignet hat, ist der konsequente nächste Schritt jemanden anders mit dem verinnerlichten Wissen und den gemachten Notizen darüber zu unterrichten, dieser didaktische Rücktransfer von Konzepten und Informationen ist so wichtig, denn es ist die einzige Chance für einen selber die geschärften Fähigkeiten abzuklopfen auf Schwachstellen, bevor man sie in den Wettbewerb an den Tischen mitnimmt. Also selbst wenn ihr ein Poker-Buch lest, oder einen Live-Sweat mit einem anderen Spieler macht: Macht euch Notizen mit dem qualitativen Wert den ich euch gerade vorgestellt habe! Eure Produktivität und Effizienz wird sich vehement verbessern und es wird euch extrem dabei helfen um über steile Bereiche in der eigenen Lern-Kurve zu kommen, die ansonsten zu soliden und unüberwindbaren Steilwänden werden und ihr verschafft euch somit viel schneller und besseren Zugriff auf hochwertigere und schwerer zu verstehende Inhalte, die man dann erlernen und begreifen wird. Und dann wieder selber coachen lassen, verstehen und weitervermitteln!


      Sich die richtigen Ziele setzen


      Wieder einmal verweise ich auf Jared Tendler's Buch. Es enthält richtig guten Rat darüber wie man sich richtige Ziele setzt um sich zu motivieren und sich zu belohnen, und wie man vermeidet sich die falschen Ziele zu setzen die einen nur zu Frust und Scheitern führen. Ein sehr kurzer Aufsatz über Zielsetzung wäre wie folgt: NIEMALS setzt ihr euch ein rein monetäres Ziel geknüpft an einen Termin! Setzt euch kleine Ziele, die ihr im täglichen Poker erreichen könnt mit eurer Arbeitsleistung und die sich nur auf Parameter und Richtlinien ausmachen, die komplett unter eurer eigenen Kontrolle sind!

      Also: Spiel 1000 Hände und mache eine Stunde Poker-Theorie abseits der Tische am Tag wäre ein gutes Ziel!
      Spiel 1000 Hände so nahe wie möglich am eigenen A-Game und lass Deine Session Teil Deiner Arbeit abseits der Tische dann werden ist ein noch viel besseres Ziel!

      Mach x Betrag an Geld in x Tagen ist es nicht! Das ist ein furchtbar schlecht gewähltes Ziel!
      Trotzdem sieht man viele Spieler in ihren Blogs solche Ziele setzen. Und diese Blogs tendieren dazu einen Punkt zu erreichen, wo der Ersteller einfach aufhört über den Fortschritt und das Ziel zu schreiben. Frag Dich wieso! Es ist sehr wahrscheinlich nicht weil er gerade so erfolgreich dabei ist sein Ziel zu erreichen, dass er keine Zeit mehr hat darüber zu berichten.

      Man will sich kurzfristige, Einsatz abfordernde Ziele setzen. Und diese kurzfristigen Ziele sollten zu einem längerfristigen Ziel führen. Vielleicht will man 20k Hände nahe am A-Game in diesem Monat spielen, was schon ein ordentlicher Batzen für einen Anfänger ist. Aber wenn man jeden Tag sein tägliches Ziel von 1000 Händen nahe am A-Game, wie im Beispiel-Ziel formuliert, erreicht, dann kann man an zehn Tagen im Monat schon mal scheitern damit und trotzdem sein monatliches Ziel erreichen. An jedem Tag den man wiederum mehr macht als die 1000 Hände A-Game zu spielen, verkürzt man dann auch wiederum den Abstand zum längerfristigen Ziel von 20k A-Game Händen im Monat. Also je mehr Hände ihr dann auf A-Game-Niveau an dem Tag zusätzlich spielt, je mehr werdet ihr auch für den Extra-Einsatz belohnt hinsichtlich des Erreichen eures längerfristigen Ziels. Weil der größte Erfolg ist wenn man sein längerfristiges Ziel vergrößern kann auf eine höhere Ebene. Das ist die Definition von Erfolg. Das Erreichen und Verfolgen von größeren und besseren Zielen durch das opfern von mehr Einsatz als nötig wäre.

    • Ein Exkurs in die aktuelle psychologische Forschung und ihren Nutzwert für Poker-Spieler


      Die Fortschritte in der Erforschung von Heilmethoden für viele Gehirn-bezogene physische Krankheiten ist bahnbrechend. Medizinische Forschung in Ottowa und anderen onkologischen medizinischen Zentren hat es ermöglicht das Ärzte Krebs-Patienten mit der Injektion von bestimmten viralen Erreger-Stämmen, die gezielt das Tumor-Gewebe angreifen ohne dabei gesundes Gewebe zu zerstören, heilen bzw. sehr optimistische Aussichten zum Bekämpfen mehrerer sehr aggressiver Arten von Gehirn-Krebs in den nächsten Jahren in Aussicht stellen können.
      Die wissenschaftliche Gemeinschaft ist auch ziemlich begeistert von der Möglichkeit in den nächsten fünf Jahren weiterführender Forschungsarbeit eine allgemein einsetzbare Heilung und Impfung gegen die Alzheimer-Krankheit anbieten zu können, die basierend auf dem Attackieren von Ablagerungen des Protein Beta-Amyloid, welches die Ursache für das Bilden von wachsenden und beeinträchtigen Schichten im Gehirn des Betroffenen darstellt, bekämpft, die zu den Gedächtnis-Störungen und dem Bilden neuer Erinnerungen im Langzeit-Gedächtnis führen und dem Kranken den Zugriff auf Erinnerungen im Kurz-Zeit und in späteren Stadien auch den Zugriff auf im Lang-Zeit-Gedächtnis abgelegte Erinnerungen verwehrt.

      Beide dieser physischen Kopf-Erkrankungen sind verheerend, aber es gibt andere Erkrankungen des Gehirns, die fast so viele Leben fordern und das ist die chronische klinische Depression und andere psychologische Krankheitsbilder die in Verbindung zu geistigen Veränderungen stehen, die man nicht zu normalen Verhaltensmustern und Denkprozessen zuordnen könnte.
      In den letzten zwanzig Jahren während Depressions- und andere seelisch und geistige Erkrankungen unbequeme und ungern angesprochene Themen in vielen Gesellschaften geblieben sind, wurden in der Erforschung dieser Erkrankungen viele Fortschritte gemacht, nicht nur um Betroffenen die z.B. an chronischer klinischer Depression leiden zu helfen, sondern auch jedem normalen Menschen dabei helfen können eine höhere Lebensqualität zu erreichen und seine kognitiven Fähigkeiten zu verbessern. Anerkannte Psychologen haben indem sie neuartige Forschungsmethodik basierend auf Jahrtausende altem Wissen aus der östlichen Hemisphäre studierten und dabei die klinische Kraft von Meditation und verwandten Konzepten erforschten und daraus Therapie-Methoden entwickelten für großen Fortschritt in der Behandlung dieser Erkrankungen ereichen können, die nicht nur Menschen dabei helfen eine verbesserte geistige Gesundheit zu erlangen, aber auch Menschen von den psychologischen Lasten die sie tragen befreien können und sie somit ein besseres Leben führen zu lassen. Dieses Feld bezeichnet man nun als kognitive Verhaltens-Therapie (Cognitive-behavioral therapy, "CBT").

      Während sich das etwas komisch anhört, ist simpel wissenschaftlich bewiesener Fakt das Mediations-Methoden und Achtsamkeits-Training für die Gesundheit des Gehirns so wichtig sind, wie Vorsorge-Untersuchungen zu Krebs und Alzheimer. Diese sind auch ein wichtiger Teil des CBTs.

      Wenn man noch jung ist, glückwunsch dazu, dann ist das Gehirn noch flexibel dazu in der Lage seine Synapsen-Bahnen neu zu verbinden und das viel schneller und effizienter als bei einer älteren Person.
      Ein zentrales Konzept über das momentan alle schwärmen, ist in Wirklichkeit ein uraltes: Mindfulness. (eine deutsche Übersetzung wäre wohl etwas zwischen Achtsamkeit und Präsenz im Jetzt)
      Um das Konzept der Mindfulness zu erklären würde ich eher dazu raten das ihr selber darüber nachlest und forscht, weil ihr mit großer Sicherheit ein kognitives Vorurteil haben werdet hinsichtlich der Verbindung zu asiatisch-spirituellen Wurzeln und daher die benötigte Portion Skepsis mitbringt um das was ihr darüber lernt zu hinterfragen.

      Eine Menge was ihr über das Thema lesen oder anschauen werdet wird euch wie erwähnt an asiatisch-spirituelle Konzepte erinnern, vor allem aus den Zen-Buddhismus. Aber wenn ihr Akzeptieren könnt, dass diese sich auf die physischen Fähigkeiten eures Gehirns beziehen und in klinischen Studien als Konzept bewiesen worden sind, dann geht euch vielleicht ein Licht auf hinsichtlich der Kraft die man daraus ziehen kann "mindful" zu sein und wie man dies auch als Poker-Spieler nutzen kann für sein Mindset.

      Der User krach-bumm-ente hat dazu einen exzellenten Vortrag gehalten über Mindfulness und wie man es als Poker-Spieler nutzen kann beim Pokermarket-Seminar in Berlin. Das Video dazu kann man hier bekommen: pokermarket.com/marketplace.php#/video/205

      Mit diesem Exkurs in eine mögliche alternative Form und anwendbaren Weg zur Herangehensweise an den Aufbau eines starken Mindsets will ich dieses Kapitel im Leitfaden beenden. Nächstes Mal dreht sich alles um Bankroll-Management, was man tun und lassen sollte, was Risiko ist und wie man vermeidet zu viel oder zu wenig zu riskieren, wie die Varianz und Deviation die Größe der bevorzugten durchschnittlichen Bankroll diktiert und vieles mehr. Habt eine gute Woche!


      Auf dem Weg zum Gewinner im Online Poker - Part 3 - Bankroll Management

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