Ostap ist zurück

    • ostapbender wrote:

      Wenn mir noch jemand verraten könnte, wie ich Bilder in Spoiler packen könnte, wäre ich auch dankbar
      Hi....wünsche dir viel Glück bei deinem Vorhaben. Habe auch vor ein paar Tagen einen Blog gestartet. Finde es super für das Mindset.

      Ach ja.....Bilder kannst du in den Spoiler packen damit.......



      Einfach den Link vom Bild einfügen.

      Falls du ein Bild manuell hochladen willst.....unter Attachments hochladen und dann einfügen.....

      Wenn du etwas in einen Spoiler packen willlst.......



      Und dann das Bild einfach mit dem Thumbnail zwischen den Spoilern einfügen.

      Gruss
      stell dir vor du gehst in dich und keiner ist da.
    • auf den micros brauchst du diese advanced moves nicht zu machen, da gewinnst du mit langweilig solidem spiel. 44 sind am flop schon 'ne gute bluffhand, mit der 4c: erst recht. auf dem runout musst du den bluff aber durchziehen, und wenn du den river checkst, dann sicherlich nicht zum bluffinduce, oder? dazu den turn größer betten, um die size für den rivershove vernünftig zu gestalten. as played ist der river default ein x/f. bei reads kann man die riesige overbet von villain auch catchen; insofern .. good catch.

      zum thoughtprocess:

      wenn du dir überlegst, mit welcher range du am flop sitzt und danach den gameplan aufbaust, dann wird es weniger schwierig, weil es dann einfach nur noch gemacht wird.

      hier hast du am flop alle sets (wenn du 44er gegen ein utg 3,4x open schon callst), vllt. auch den nutstraight mit 54s und t2p mit 76s. das sind 9 combos (sets), 4 combos 54s und 2 combos 76s, insgesamt 15 combos. die werden am flop mit 30 combos bluffs gebalanced, am turn mit 15 und am river bei potsize left mit 6 combos (wg. der 7 am river fallen auch zwei setcombos 7er weg.) so nach gefühl würd' ich sagen, sind die 44 immer dabei. auf dem runout muss ein reasonable villain dann alles wegwerfen außer 66, 77 und TT. bei einem 3,4x utg open sind 3er wohl nicht in der range, vllt. auch keine 6er.

      da aber auf den micros die wenigsten derart reasonable sind, macht man diese megabluffs dort erst gar nicht.

      wenn du den thoughtprocess drin hast, dann ist das eine sicherheit gebende basis, von der du dann je nach situation abweichen kannst. auf den micros lautet die abweichung underbluffen.
    • funplay wrote:

      auf den micros brauchst du diese advanced moves nicht zu machen, da gewinnst du mit langweilig solidem spiel. 44 sind am flop schon 'ne gute bluffhand, mit der 4c: erst recht. auf dem runout musst du den bluff aber durchziehen, und wenn du den river checkst, dann sicherlich nicht zum bluffinduce, oder? dazu den turn größer betten, um die size für den rivershove vernünftig zu gestalten. as played ist der river default ein x/f. bei reads kann man die riesige overbet von villain auch catchen; insofern .. good catch.

      zum thoughtprocess:

      wenn du dir überlegst, mit welcher range du am flop sitzt und danach den gameplan aufbaust, dann wird es weniger schwierig, weil es dann einfach nur noch gemacht wird.

      hier hast du am flop alle sets (wenn du 44er gegen ein utg 3,4x open schon callst), vllt. auch den nutstraight mit 54s und t2p mit 76s. das sind 9 combos (sets), 4 combos 54s und 2 combos 76s, insgesamt 15 combos. die werden am flop mit 30 combos bluffs gebalanced, am turn mit 15 und am river bei potsize left mit 6 combos (wg. der 7 am river fallen auch zwei setcombos 7er weg.) so nach gefühl würd' ich sagen, sind die 44 immer dabei. auf dem runout muss ein reasonable villain dann alles wegwerfen außer 66, 77 und TT. bei einem 3,4x utg open sind 3er wohl nicht in der range, vllt. auch keine 6er.

      da aber auf den micros die wenigsten derart reasonable sind, macht man diese megabluffs dort erst gar nicht.

      wenn du den thoughtprocess drin hast, dann ist das eine sicherheit gebende basis, von der du dann je nach situation abweichen kannst. auf den micros lautet die abweichung underbluffen.
      Sehr schöne und ausführliche Erklärung. Kann in allen Punkten nur zustimmen. :thumbup:
      stell dir vor du gehst in dich und keiner ist da.
    • ostapbender wrote:

      ...

      Also: Die letzten 3 Abende als ich von der Arbeit heim bin, noch nicht müde genug zum schlafen aber leider zu müde um konzentriert zu pokern (das wenig an Konzentration was man für NL4 braucht) habe ich einfach mal einen NL100 Tisch aufgemacht und zugeschaut.
      Während ich also da sitze, gemütlich meinen Icetea schlürfe und an meinem Putenbaguette, welches ich mir an der Tanke für unverschämt viel Geld gekauft habe, schaue ich also zu während die anderen Leute NL100 spielen.
      Ich beobachte alles und mache mir Gedanken: Wer ist der Fisch, wer versucht den Fisch zu isolieren, wer 3bettet viel, wer defendet viel usw.
      Wer trifft auf diesem Board besser, wem hat der Turn mehr geholfen, wer sollte die Hand wahrscheinlicher gewinnen, wer macht "sinnlose" Moves die irgendwie nicht reinpassen, warum Checkt er und warum bettet der andere auf einmal usw usf. ...
      So langweilig wie das im ersten Moment klingt, so interessant finde ich es irgendwie.

      Ohne mich zu hoch loben zu wollen, aber irgendwie lieg ich mit meinem Vermutungen sehr, sehr oft (um nicht zu sagen "fast immer") richtig (wenn es kein Showdown gibt, oder man die Karten eines Spielers nicht sieht, habe ich zumindest meist Recht mit den Annahmen darüber, wer die Hand gewinnen sollte)

      Jetzt zu meiner Schlussfrage bzw meiner Erkenntnis:

      Warum liege ich so oft richtig mit meinen Vermutungen wenn ich selbst nicht mitspiele, aber habe solch gute Erkenntnisse nicht, wenn ich selbst am spielen bin bzw warum fällt es mir im play soviel schwieriger?
      Kennt jemand von euch dieses Phänomen auch? Falls ja, wie trainiert ihr euch an auch im play solche Gedanken zu haben?

      ...

      es sind unterschiedliche situationen, in denen man zu den erkenntnissen bzw. entscheidungen kommt, und es werden dafür unterschiedliche hirnregionen für die denkprozesse genutzt.

      hirnforschung unterscheidet u.a. automatisierte (z.b. autofahren), affektive (z.b. flucht oder kampf) und komplexe entscheidungen ohne zeitdruck (z.b. autokauf).

      aktives poker erfordert komplexe entscheidungen, die möglichst automatisiert sind, und wenn man nur zuschaut, verspürt man keinen zeitdruck und ist nicht ergebnisabhängig involviert. dementsprechend werden auch nicht stressachse und belohnungssystem aktiviert.

      wenn du selbst spielst, und dich, wie du sagst, dabei unwohl fühlst, dann werden überwiegend die für die affekte zuständigen hirnregionen genutzt. du triffst also vornehmlich keine komplex-automatisierten, sondern affektive, evtl. affektiv-automatisierte entscheidungen. z.b. unter zeitdruck und/oder sonstiger hoher emotionaler belastung werden im hirn botenstoffe ausgeschüttet, die zu schnellen, urtümlichen reaktionen führen und zu diesem zweck das komplexe, rationale denken "abschalten".

      bei den affektiven entscheidungen handelt es sich um solche, mit denen der mensch stammesgeschichtlich ausgestattet ist und um konditionierte, die er im laufe seines lebens "erwirbt". z.b. werden auch die mit den pokerentscheidungen verbundenen affekte konditioniert.