Der Sprühaffe auf dem Weg zum soliden Grinder

    • pbk wrote:

      Hab gestern auch das "erste" mal NL10Z gespielt und es ist echt verrückt was da abgeht. liegt es am Samstag? Finde im Gegensatz zu NL5 viel mehr Shortstacks die wilder ballern. Ist gar nicht mehr so tight ?(
      Wie ist deine generelle Einschätzung über den Pool? Man sollte wohl in guten Spots öfter Bluff catchen als auf NL5Z.

      gestern war ne zoom promo (jacks or better) auf nl10+.
    • yeah.rocketscience wrote:

      also ich fand nl16z leichter als nl10 einfach weil der Pool viel kleiner ist und du schneller weisst was sie falsch machen imo.
      Das mit dem kleinen Playerpool sehe ich auch so. Meinst du damit obv Leaks wie Autoprofit beim Stealen, 3betten und cbetten oder hast du dir konkret ein wenig angeschaut wer Postflop stumpf rumballert?
      "Spiele nl100/200/500 Zoom agressives Konzept"
    • ja grundlegend halt, bei 50-75 Leute im Pool kannst du halt viel schneller sehen wo du ansetzen kannst klar ein Playerpool von 600+X hat natürlich overall gesehen auch Pooltendenzen aber ich hatte immer das gefühl das es mehr Ausreißer gibt und war verwundert.

      Für mich war es einfach angenehmer zu spielen wenn man weiss wie der gesamte Pool tickt, du quasi jeden "kennst"
    • fasteddie wrote:

      Würd ob reg oder Zoom an Ende einfach mathematisch entscheiden .

      Du kennst deine Zoom WR und deine WR an regular Tischen und weißt wieviel Hands/hour du so spielst .

      Wenn du dann noch RB und evtl . Boni mit einberechnest solltest du doch zu einem klaren Ergebnis kommen

      wie auch immer das bei dir aussehen mag.
      das bekommt er dann nach vielleicht 500k Händen raus, was macht er vorher? Eine Entscheidung zwischen beiden Treffen auf Grundlage von vielleicht 50k Hands, mhm da kann so ziemlich alles passieren.
    • yeah.rocketscience wrote:

      fasteddie wrote:

      Würd ob reg oder Zoom an Ende einfach mathematisch entscheiden .

      Du kennst deine Zoom WR und deine WR an regular Tischen und weißt wieviel Hands/hour du so spielst .

      Wenn du dann noch RB und evtl . Boni mit einberechnest solltest du doch zu einem klaren Ergebnis kommen

      wie auch immer das bei dir aussehen mag.
      das bekommt er dann nach vielleicht 500k Händen raus, was macht er vorher? Eine Entscheidung zwischen beiden Treffen auf Grundlage von vielleicht 50k Hands, mhm da kann so ziemlich alles passieren.
      ne die Tableselection etc raubt mir nur den Nerv und Fokus vom Grind. Ich kann beide Varianten schlagen und werde mich einfach an mehr Tische gewönen.
      "Spiele nl100/200/500 Zoom agressives Konzept"
    • Neeeee broke bin ich nicht, aber so ganz langsam fängt ein Rädchen an ins andere zu greifen. Ich hole dazu mal etwas weiter aus....

      Als ich in den Stable gekommen bin ging es mir nicht schnell genug neuen Content zu bekommen, alles was Paul uns zu Verfügung gestellt hat habe ich meistens noch am selben Tag inhaliert und bearbeitet. Schlussendlich konnte ich den ganzen Kram nicht umsetzen bzw spiele ich an manchen Stellen immernoch "falsch". War von 05.2016 bis 11.2016 pre RB Loosingplayer und konnte das jetzt glücklicherweise im Dezember abstellen, war mein erster Monat mit Winrate pre RB <3 Gestern dann wieder ein relativ großes und wohl auch teures "Leak" von mir gefunden, geht hier um Rivercalls. Die Microstakes Ganoven können ja mal ihre DB nach Pots zwischen 20-60bb Filtern in denen am River gecalled wird, da wird man erstaunliches feststellen. Wie Zatox es schon auf NL50 gezeigt hat, die Jungs bluffen NIE NIE NIE NIE NIE am River. Von 10 Bluffcatchern die ich calle habe ich so im Schnitt 2 Stück gewonnen, ist natürlich nicht so geil für die Winrate. Meine Calldowns im Vakuum entsprechen im moment ziemlich genau denen, die der Solver mir ausspuckt, allerdings krieg ich das am Tisch (noch) nicht so umgesetzt, weil mir da die Zeit fehlt, aber ich denke das kommt dann noch mit der Zeit. Muss so Sachen einfach stumpf üben, Barreling Sachen sind mir eh nicht so wichtig, weil ich da mehr oder weniger einen sehr sehr sehr vereinfachten exploitive Style spiele.

      Wie geht es jetzt weiter? Ende Januar schreibe ich hoffentlich meine letzten Uni Prüfungen und fange dann erstmal mit meiner BA in der Industrie an -> 37,5h/Woche arbeiten, Fernbeziehung, Poker und Gym unter einen Hut bringen <X Habe jetzt bis Anfang Mai erstmal definitiv ~65% RB auf PartyPoker was ich natürlich gerne mitnehmen möchte. Sollten auf den Micros etwa 5,5bb/100 Winrate durch Rakeback sein und die letzten 50k Hände NL10z habe ich ja auch mit 5bb/100 geschlagen, also glaube ich schon, dass ich mit 4 Tabling da auch noch eine Winrate rausgrinden kann.

      Kurzfristiges Ziel? Einfach solide meinen Stiefel runterspielen, mit dem ich zu 99% Winninplayer auf meinen Stakes bin und die Theorie nicht vernachlässigen. Theorie für mich heißt im moment jeden River Call bei Mittelgroßen Pots reviewn, weil das einfach ein massives Leak bei mir ist und 1-2 Calldowns die Woche erarbeiten und mit dem Solver vergleichen.

      Ziel für dieses Jahr? Ein Traum für mich wäre der Aufstieg auf NL100ff oder sogar höher, wobei ich dann auf normale Tische mit Bumhunting wechseln werde, da auf NL200z die Luft schon gut dünn werden soll, aber man kann es ja trotzdem probieren.

      Muss hier mal versuchen eine "Regelmäßigkeit" reinzubekommen :|
      "Spiele nl100/200/500 Zoom agressives Konzept"
    • Na dann mal viel Glück auf Party ;)

      bezügl. Rivercalls: 100 % agree.

      Nachdem ich mal gefiltert habe was meine Population so am River in verschiedenen Lines bettet und das mit "theoretisch korrekten" Solverlösungen verglichen habe calle ich nur noch wenn ich mir eine Frage beantworten kann :

      Dominiere ich genug Hände aus seiner Value Range ?

      Ansonsten wird nur gebluffcatched wenn ich Notes oder riesen Sample mit Stats Indizien habe dies zu tun.

      Fühlt sich am Anfang weak an so viel wegzufolden und man fällt in eine gewisse Paranoia (die exploiten mich alle was sie obv auf NL10/20 nicht tun)
      aber es ist sehr heilsam für die WR.
    • Die Sache mit den Rivercalls war halt etwas was man in nem Live Coaching oder so oftmals nicht sieht und Paul hat ja auch eher mit höheren Stakes zu tun. Selbst spielt er höher und bei uns ausm Stable spielt der Großteil ja auch NL100+, aber zum Glück haben wir das gestern mal gefiltert und geschaut was los ist.
      "Spiele nl100/200/500 Zoom agressives Konzept"
    • Kenne diesen Nick Howard nicht und das obwohl ich sonst eigentlich nicht unter einem Stein lebe.

      Das hier

      shman wrote:

      AsJs auf 6h7h8c 1/3 cbetten, nice strat.
      klingt in der Tat äußerst merkwürdig, selbst für meinen beschränkten Poker-Horizont.

      Dennoch

      fasteddie wrote:

      wo er meinte das die Leute selbst auf NL100

      noch viel zu wenig am River bluffen(auch abh von der Boardstruktur) und man deshalb nicht so weit bluff catchen mus/sollte.
      kann ich dieser Aussage aus eigener Erfahrung zustimmen, wenn auch nur bis NL50, habe aber auch schon mehrfach von guten Spielern gehört, dass das auch noch auf höhere Limits zutrifft.

      @shman Du spielst ja mittlerweile 500z, bist also ganz oben angekommen was regelmäßig laufende Games betrifft. Siehst du das anders und falls ja, ab welchem Limit würdest du sagen spielen die Regs "gute" Bluff Frequenzen auf dem River?
      We've all been raised on television to believe that one day we'd all be millionaires, and movie gods, and rock stars. But we won't. And we're slowly learning that fact. And we're very, very pissed off.
    • sleepwalker87 wrote:

      Kenne diesen Nick Howard nicht und das obwohl ich sonst eigentlich nicht unter einem Stein lebe.

      Das hier

      shman wrote:

      AsJs auf 6h7h8c 1/3 cbetten, nice strat.
      klingt in der Tat äußerst merkwürdig, selbst für meinen beschränkten Poker-Horizont.
      Dennoch

      fasteddie wrote:

      wo er meinte das die Leute selbst auf NL100

      noch viel zu wenig am River bluffen(auch abh von der Boardstruktur) und man deshalb nicht so weit bluff catchen mus/sollte.
      kann ich dieser Aussage aus eigener Erfahrung zustimmen, wenn auch nur bis NL50, habe aber auch schon mehrfach von guten Spielern gehört, dass das auch noch auf höhere Limits zutrifft.
      @shman Du spielst ja mittlerweile 500z, bist also ganz oben angekommen was regelmäßig laufende Games betrifft. Siehst du das anders und falls ja, ab welchem Limit würdest du sagen spielen die Regs "gute" Bluff Frequenzen auf dem River?
      wird halt mit jedem Limit mehr.
      Also auf 200z sicher nicht genug^^. Hier, weiß ich es noch nicht. Hab erst 40k Hands runtergegrindet. Aber 500z wird defintiv viel mehr geblufft. Wurd auch schon oft genug geowned :D
    • Ich bin einfach so unfassbar dumm! Habe gestern nachdem es den Monat mal wieder infinite down ging und ich mit einem i300 Spieler ein wenig darüber geredet habe was ihn zu einem "besseren" Spieler gemacht hat meine gesamte DB nach River Call und River check-call gefiltert und bin in dem Spot einfach fast 1,5k$ down ;( Ergebnis aus dem Filter und dem Talk mit dem i300 Kollegen ist/war, dass ich am River zu 99.5% nurnoch die Raise oder Fold Taste drücken werde. Hab aus Spaß noch mal paar andere Filter durchgejagt und gemerkt, dass Flop/Turn xr quasi ein any2 Autoprofit sind und auf Riverbets wird auch gut weggefoldet in X|X|B bzw. B|X|B Spots. Nochmal zurück zur River Call Sache, bevor ich i300 gejoined bin hatte ich eine River Call Efficieny von ~1.6 (was hart tight ist = overfolden) und bin im moment iwo bei ~1.2 (soll ziemlich "GTO" sein). Unfassbar, dass man einfach mal 450k Hände grindet bevor man sowas merkt :(

      Vielleicht hilft es dem einen oder anderen
      "Spiele nl100/200/500 Zoom agressives Konzept"
    • soll jetzt keine wirkliche Kritik sein, habe nix mit i300 und dem Konzept am Hut, wenn man das allerdings liest, könnte man vermuten, dass man bei i300 vom Ansatz her zu sehr auf die Midstakes und Ranges vs Optimale Freuquencies ausgerichtet ist und es zu wenig Anpassungen, d.h. mögliche (wichtige!) exploits von und für micro - smallstakes gibt.

      Es ist eben verdammt wichtig für das Spielverständnis zu wissen, was theoretisch wichtig ist. Aber es ist fast noch wichtiger dadurch in der Praxis die richtigen Exploits daraus zu schließen.
      Bringt auf den smallstakes nix, seine River C/C Range GTO zu balancen, wenn dort einfach zu wenig geblufft wird. Daraus entsteht oft das Paradoxon, dass man nach viel Theorie büffeln schlechter performt als vorher, weil man lernt was in einer optimal richtigen Welt die Richtige Strategie ist, aber (noch) nicht die richtige Schlüsse daraus für seine praktische Umgebung schließen kann.

      Klassisches Bsp ist die xc/xc/ xc line am River als PFA.

      Man findet sich oft in Situationen, in denen man am River theorywise callen müsste. Aber gegen eine Range, die gegen diese Line viel zu selten Blufft (zieht sich bis nl200 )ist diese Strategie nicht mehr optimal, sondern wird -EV
      Man bleibt allerdings in seinem Konstrukt gefangen und macht haufenweise -EV calls.

      Wichtiger Grundsatz für die Smallstakes: Wo nicht exploitet wird, brauch ich mir auch keine Sorgen machen exploitet zu werden.

      Wie erkenne ich drastische Abweichungen von Theorie und Praxis?

      Man analysiert typische spots (mit dem Solver) und schaut sich die otpimale Bluffing Frequency an, die Villain haben sollte, und vergleicht diesen Spot mit seiner Datenbank des jeweiligen Limits.
      Weicht der Pool zu stark in eine Richtung ab, passt man seine fundamentale Strategie daran an.

      Das ist die Kunst des Pokerns und woher die Edges Stammen, besser zu agieren als der Gegner und nicht Optimal in einem Nullsummenspiel performen.

      Bin kein riesen Fan von Nick Howard, aber zu Thema hat er das ein oder andere nette Video auf RIO gemacht, wo man schon das ein oder andere für sich mitnehmen kann.