Blogerino Grinderino - Road to NL100

    • Ich finde die Diskussion auch eher lächerlich. Als ob Hanni nicht verstehen würde (wie jeder halbwegs rational und logisch denkende Mensch), dass man diese Sample schafft und als Pro schaffen sollte. Doch die Jungs wie Bumpety müssen halt auch verstehen, dass man auch als Hobbyspieler das Ziel NL100 haben kann. Man grindet somit NEBEN seinem Reallife - und dann sind 45k Hands einfach unrealistisch. Das hat auch nichts mehr Hingabe, Workethic etc zu tun, nein das ist die Realität. Und wenn man dann halt zwei Jahre bis zum Aufstieg brauch, dann ist das so!
      Mein Blog: Bankroll Mob
    • Jeder sollte das maximierte Volumen und Limit spielen, dass er in der Lage ist konsistent zu schlagen. Wie @eroticjesus wunderbar zusammengefasst hat ist es ein Skill den man sich aneignet. Ich belächele Leute die 100k Hands rausknallen und deren A-Game so geringfügig die Stakes schlägt, dass sie beim Fall ins B- und C-Game schon breakeven oder Loser sind. Da hilft auch keine massive Sample mehr. Der Trend im Online-Poker geht weg vom hohen Rakeback und daher wird die Winrate pre Rakeback einfach immer wichtiger.
      Ein Spieler der sich heute noch hin zu den Low-Stakes und zu den Mid-Stakes entwickelt hat spätestens nach dem Abgrasen der First-Deposits einen ganz anderen Anspruch ans Bankroll-Building und wie er sein Spiel verbessert. Klar kann man sagen das eine hohe Monats-Sample einem mehr Rakeback gestattet, aber wenn man sich dann durchrechnet wie viel mehr Rakeback man bekommt für den Mehraufwand und wie das mit der Winrate korreliert, wird man halt da ein Eutektikum, sprich eine Überschneidung von Volumen und Spielqualität bilden, die max Hourly bedeutet; und da ist es eben so das max Volume eben nicht gleich max Hourly ist, sondern teils gehörige Unterschiede bestehen. Es sollte auch klar sein das sich eine höhere Winrate in einem mehrfach proportionalen Mittel in der Hourly niederschlägt wenn man das Volumen dann erhöhen kann.

      Es gibt keine Garantien mit 100k monatlicher Sample ans Ziel zu kommen, vor allem nicht mit einer kleineren A-Game-Winrate als bei einem Spieler, der mehr Augenmerk auf die Arbeit an seinem Spiel nimmt, vorausgesetzt beide Spieler investieren dieselbe Zeit insgesamt. Kann sich jeder mal die entsprechenden Deviations-Graphen reinpfeifen, wie hoch selbst hier das Risiko ist mit einer 100k Monats-Sample. Wenn ich mir überlege wie hart es einen zurückwerfen kann, wenn man in seinem B- und C-Game die Stakes nicht schlägt und einfach 50-70% der täglichen Sample in diesem Bereich reinfließen, dann sollte man spätestens an dieser Stelle realisieren, dass man schon früh viel daran tun sollte die Qualität seines A-Games zu erhöhen um entsprechend auch mit B- und C-Game die Stakes zu schlagen. DANN sollte man anfangen das Volumen deutlich auszubauen, aber dies findet auch inkrementiell statt während man sein Spiel verbessert.

      Man sollte sich die Frage stellen, wie viele Hände kann man eigentlich A-Game spielen und für wie lange. Ich glaube viele Spieler wissen dies gar nicht genau in Bezug auf ihre mentale Performance und tappen dann in die Volumen-Falle als slighter A-Game-Winner. Ob das dann super gut für die Confidence ist, wenn man so reinknechtet und am Ende einen Breakeven-Graph vorweist wage ich zu bezweifeln. Vor allem das dann die richtigen Rückschlüsse auf das eigene Spiel gezogen werden, anstatt dann die Varianz und Deviation zu blamen, sprich genau über die Faktoren zu jammern, die man ja minimieren wollte! #shotsfired

      tl;dr:
      Ein inkrementieller Steigerungs-Prozess für Volumen und Spielverständnis ist in meinen Augen der korrekte Weg um sich optimal zu entwickeln. Egal ob Pro oder Hobby-Reg.
    • Ok abschließender Post meinerseits, dannach belasse ich es.

      Ich kann natürlich alles verstehen und nachvollziehen was hier geschrieben wird, besonders die Posts von eroticjesus und wafflecrunch. Ich habe damit jetzt auch nicht gemeint, dass man jetzt die Tischanzahl erhöhen soll um auf das Volumen zu kommen. Meiner Meinung nach ist es auch so möglich auf die 45k Hands zu kommen, auch mit 6-Tabling und dadurch konstenten A-Game. Natürlich weiß ich auch, dass die Erhöhung der Tischanzahl zu schlechterem Spiel führt, bin jetzt selber von 12 Tischen auf 9 Tische runtergegangen und merke wie ich die meiste Zeit alles klar wahrnehmen kann und nicht nur Buttons klicke.

      Als kleines Beispiel: Was spricht dagegen Samstags 2,5k Hands, Sonntag 5k Hands zu spielen? Dann wäre man schon auf 30k Hands im Monat. Und die restlichen 15k Hands kann man auf den kompletten Monat auf die Wochentage aufteilen. Nur so als Beispiel. Es gibt halt immer Wege dies zu erreichen.

      Ich in deiner Situation jetzt Hannyio würde mir halt den Arsch in den kalten Monaten aufreißen um die Früchte dann im nächsten Jahr im Sommer zu ernten. Wenn du irgendwann dann auf NL100 angekommen bist, dann kannst du von mir aus sagen, ich betreibe es hobbymäßig, ich spiele jetzt im Monat 25k Hands mit absolutem A-Game und bin zufrieden. Aber auf den Micros würde ich niemals so rangehen.
    • Hehe, Micros wollte ich auch immer so schnell raus wie möglich, aber insgeheim wollte ich sowieso von vorn herein Pro werden. Als ich es das letzte mal serious angegangen bin um es dann doch mal zu schaffen, hab ich auch immer >50k Hände im Monat geschafft und mein Skill war gemessen zu der Zeit auch nicht so wirklich prall, die Games waren sicherlich softer, aber mein Skill war ja auch noch entsprechend low. Aber eins ist klar, aufzusteigen beinhaltet nun mal Pensum. Das war mir auch früher klar, ich hatte mit meiner Ausbildung so ziemlich eine 40h-Woche, weil ich schon über 18 war, konnten die das mit mir machen. Nachdem ich durch die Rush-SnGs in meiner Urlaubswoche ~1,5k gewonnen habe und endlich NL25 Cashgame grinden konnte, war die Reise ja noch nicht zu Ende, sondern ging erst richtig los. Ich bin dann morgens oft um 3 hoch, hab drei Stunden SSS im Halbschlaf gegrindet mit maximaler Tischzahl, einfach weil es super soft war zu der Uhrzeit, danach Frühstück, dann zur Arbeit. Auf der Arbeit Content gegrindet, sobald Chef raus war (es war leider nur möglich Foren zu lesen), abends mein Maingame so lange gespielt wie ich konnte (also dann Full Stack) und dann war ich tot, weil um 3:00 ja wieder hoch. Am WE hab ich immer versucht, selbst mit Kater, meine 5-10k Hände reinzukriegen. Das habe ich obv nicht andauernd gemacht, aber ich wollte unbedingt eine Bankroll für NL200 haben und nur so geht das, wenn man gar nichts hat zum Eincashen. Ich musste das auch gar nicht lange machen (ca. 250k - 400k Hände in 3- 4 Monaten oder so, weiß es nicht mehr so genau, war ordendlich viel NL25 gegrinde), weil mir die Roll dann gestellt wurde, nachdem ich den ultimativen NL50-Graphen gepostet habe (obv 100bb stacks) xD




      Ich verwechsel glaub ich grad die Zeit^^ Es gab diese Phase, aber ich bin zwei mal von NL50 auf NL200 hoch in relativ kurzer Zeit (einmal wegen Staking einmal davor oder danach, kA war ja zwei mal kurz vor broke^^), ich glaub da hab ich was im Lebenslauf verdreht grad.

      Und ja, es ist möglich auch nebenbei viel zu schaffen (ohne Freunde/Sport usw. zu vernachlässigen, klar, man muss da leider zurück stecken und ich finds nicht schlimm, wenn dann jemand Poker hinten anstellt, nur wird das Ziel 4-5 Limits aufzusteigen, dann wohl eher unerreichbar sein), nur hat kaum jemand die Einstellung, für sein sogenanntes Ziel auch wirklich was zu tun. Heutzutage kann man obv keine SSS mehr spielen um mit wenigen Dollar-Swings eine richtig gute Roll für höhere Stakes ergrinden, dafür hat fast jede Pokerseite schon eine Mobile-Version der Software, man schafft es also nebenbei buttons zu clicken und auf 2-3 Tische kann man sich ja wohl auch beim Serie schauen noch etwas konzentrieren. Ein Buddy von mir hat von der Couch aus, auf dem Tablet NL100 Rush ohne HUD gespielt (dieses Jahr btw.) und peu a peu 5k gemacht, alles neben seinem daily Grind (ist Pro). Der Victor meinte auch, dass er oft einfach zwei Tische nebenher laufen hat. Ich teste das auch bald, einfach um Poker spielen zu können. Man findet auch Games, die man mit halber Hirnkapazität und hoher Winrate crusht, es sind ja keine 6-Tisch+ - Sessions.

      Und nein, die Diskussion ist nicht lächerlich. OP hat ein Ziel im Blog gesetzt und hat es womöglich vor Augen, NL100 Ende 2016 und rein rechnerisch, schafft er es nicht, mit dem jetzigen Approach (no offense), @bb87 meint es bestimmt auch nicht böse und hilft hier imo auch nur, auch wenn es aggro und von oben herab klingt, aber anders geht dieses Ziel nicht zu erreichen, ohne soliden Upswing obv.

      The post was edited 1 time, last by eroticjesus ().

    • Das Thema scheint doch sehr umstritten zu sein und es ist wirklich interessant die ganzen Ansichten darüber zu lesen. Ich werde jetzt nochmal versuchen meine Approach darzustellen um nochmal eventuelle Ungereimtheiten aus dem Weg zu räumen. Mein klar definiertes Ziel ist es NL100 bis Ende nächsten Jahres zu spielen. Da ich NL2,NL5 und bis Ende des Jahres auch NL10 hinter mir lassen werden, habe ich insgesamt 1 Jahr um mich von NL20 auf NL100 hochzuarbeiten.
      Ich habe die letzten 2-3 Monate mein komplettes Spiel überarbeitet mit ein paar Leuten. Das heißt neue Preflopranges, neues HUD, neue Ansätze und viel Arbeit am Mindset. Das war sozusagen die Grundvoraussetzung um überhaupt an die Tische gehen zu können. Besonders jetzt mit dem Wechsel auf Microgaming habe ich versucht, das alles an den Tischen umzusetzen. Zudem habe ich versucht für mich eine geeignete Sessionlänge und Tischanzahl zu finden. mit 6 Tischen und 1h Session fahre ich momentan gut und möchte das nach den Ansätzen von Wafflecrunch, wie er oben schreibt, erstmal beibehalten. Ich denke hier ist jeder Mensch anders, der eine kommt als Massgrinder auf die Welt und der andere spielt lieber weniger Tische.
      Nun komme ich zum Punkt der eventuell ein wenig egoistisch klingen könnte, die Handanzahl pro Monat. Ich persönlich habe nicht den Anreiz 45k Hände pro Monat zu spielen, da ich mich sonst zum Pokern zwingen müsste um diese Volumen zu erreichen. Darauf habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Mit meinem Staker habe bewusst diese geringe Handanzahl pro Monat ausgewählt, damit ich nicht unter Zeitdruck komme. Hat auch damit zu tun, das ich mich jedes mal verrückt machen würde wenn ich die Handanzahl am Tag nicht erreiche und sich innerlich ein gewisser Druck bei mir aufbaut deswegen. Pokern soll Spaß machen. Es macht mir aber auch nur solange Spaß wie ich meine Pokerziele gut erreichen kann. Ich habe auch nicht den Anreiz wie Eroticjesus mal Pokerpro zu werden und dafür dann morgens um 3 aufzustehen um das Ziel zu erreichen :D (no offence).
      Ohne Fleiß, kein Preis. Ich arbeite vielleicht nicht hart, aber dafür so gut an meinem Game, das ich Spaß daran habe. Wer weiß, vielleicht wache ich am 01.01.2016 auf und habe plötzlich den Drang viel zu grinden.

      Ich hoffe mein Text klingt nicht so, als würde ich die Ratschläge überhaupt nicht ernst nehmen und sofort abweisen. Ich finde es gut das sich so viele Leute hier an der Diskussion beteiligen. Aus jedem der Beiträge konnte ich für mich was wertvolles mitnehmen und ich denke darauf kommt es an. Wäre ja schlimm wenn alle immer der gleichen Meinung wären :)
    • Wir shotten NL20


      Das langersehnte " Es ist soweit, wir shotten NL20". Ich bin echt froh das ich den Shot noch vor dem Neujahr in Angriff nehmen kann. Die ersten 1k Hands sind auch schon gespielt. Große Unterschiede zu NL10 habe ich bis jetzt nicht wirklich entdeckt. Es sind halt die üblichen Punkte wie mehr Regs, weniger Fische und es ist alles ein wenig tougher. Komme damit aber ganz gut zurecht. Ich spiele momentan erstmal 4-5 Tische um mein bestes A-Game am Tisch abrufen zu können um den Shot so Varianzfrei wie möglich zu gestalten.
      Als Puffer habe ich 5 Stacks und hoffe damit so lange wie möglich shotten zu können und wenn es alles glatt läuft auch den Aufstieg gleich beim ersten mal zu meistern :)

      Vorschau auf 2016:


      2016 wird Pokertechnisch ein spannendes Jahr. Mein langfristiges Ziel ist es immernoch den ersten NL100 Shot Ende nächsten Jahres zu machen. Was werde ich dafür tun? Kurz und knapp: sehr viel! Ich habe mittlerweile in meinem Pokerumfeld 2 Personen gefunden mit denen ich sehr hart an meinem Game dieses Jahr gearbeitet habe und das im nächsten Jahr auch weiter tun werde. Es steht sehr viel Theorie, Volumen und Mindset auf dem Plan. Mein Gefühl sagt mir, das es diesmal was werden kann und ich den Sprung den ich die letzten 2 Jahre von den Micros auf die Lowstakes nicht geschafft habe, jetzt schaffen kann und auch hoffentlich werde. Ich bin also top motiviert für das nächste Jahr. :thumbsup:


      Ein Jahresrückblick wird es so nicht geben, da ich bereits vor einem Monat, als ich mit dem bloggen wieder richtig angefangen habe, eine gute Zusammenfassung gegeben habe. Möchte daher nicht wieder alles wiederholen.
      Ansonsten habe ich mir nach ganzen 8 Jahren zu Weihnachten einen neuen Fernseher geleistet. Für mich ein kleines Highlight, da mein alter Fernseher ca 17 Zoll hatte und dementsprechend nicht mehr meinen Ansprüchen genügt hat. Hier mal mein neuer Fernseher:

      http://www.amazon.de/Samsung-UE48JU6050-Fernseher-Ultra-Triple/dp/B0117IJRE8/ref=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1451308476&sr=1-1&keywords=samsung+ue+48+ju+6050

      Da ich ca 3-4 m vom Fernseher weg sitze musste es schon ein wenig größerer Fernseher sein. War echt nicht einfach einen Fernseher zu finden der die Größe hat und trotzdem nicht all zu teuer ist. So viel Geld hat man als Student auch nicht :D


      Jetzt gehts erstmal an die Tische und NL20 zerstören :thumbup:
    • Danke Sebbbi :)

      Silvester steht vor der Tür und somit auch von mir das letzte Update dieses Jahres. Ich habe jetzt auf NL20 ein wenig über 2k Hands gespielt und möchte euch natürlich nicht den
      Graphen vorenthalten. Es läuft bis jetzt ganz okay und ich bin immerhin nicht down. Fühle mich auch immer sicherer an den Tischen und habe das Gefühl als würde ich schon ewig NL20 spielen. Vielleicht liegt es auch einfach daran das die Regs auch noch viel zu viele Fehler machen. Ich kann zwar nicht mehr Preflop so viel exploiten ( 3bets) aber Postflop haben einige noch echt viele Spews dabei.

      Graph:


      HIer nochmal eine Hand wo ich denke das die Regs da einfach immer Nuts raisen. Reg spielt 26/20 und foldet ca 60% auf 3bets. Flop und Turn kann man sicherlich ein wenig größer betten. Was macht ihr auf das Raise? Vielleicht war ich auch ein wenig Moneyscared aber seine Line sieht schon sehr Nutlastig aus.

      $0.10/$0.20 No Limit Holdem
      Prima
      6 Players
      Hand Conversion Powered by WeakTight Poker Hand History Converter


      Stacks:
      UTG simen46 ($12.97) 65bb
      UTG+1 dusan ($23.40) 117bb
      CO SpiritWalker ($22.72) 114bb
      BTN LepotecTim ($23.42) 117bb
      SB Hero ($42.37) 212bb
      BB GrizzlyGG ($19.90) 100bb


      Pre-Flop: (0.30, 6 players) Hero is SB :qd :qc
      2 folds, SpiritWalker raises to $0.60, 1 fold, Hero raises to $1.90, 1 fold, SpiritWalker calls $1.30


      Flop: :9d :3c :5s ($4.00, 2 players)
      Hero bets $2, SpiritWalker calls $2


      Turn: :4d ($8.00, 2)
      Hero bets $4, SpiritWalker raises to $12, Hero folds


      Final Pot: $23.40
      SpiritWalker wins $23.40 (net +$8.10)
      Hero lost $7.90

      Ich wünsche euch jetzt schon mal ein guten Start in das Neue Jahr und viele Upswings im neuen Jahr :thumbsup:
    • onese7en wrote:

      Haha, jo, den hab ich die Tage auch auf NL50 gespielt. Reloaded nicht auf 100bb (jedenfalls auf NL50, vll. macht er das auch beim Shot so!?), ist aber auch kein Vollfisch. Spielt aber teilweise komisch...

      Find Fold Turn aber schon ok, die Line ist halt echt sehr valuelastig auf den Limits.
      Ich finde das aber schon ein Problem. Wieso spielt man dann nicht jedes low Board im 3bet pot als Villain r turn? Wenn selbst overpairs folden? Hero hat so gut wie nie was besseres
    • Der Typ scheint wohl recht bekannt zu sein. Hab den glaub ich auch schon auf NL10 gesehen. Von seinen Stats her sieht er schon recht solide aus. Aber seine Hände lassen dann doch ein wenig an seinen Stats zweifeln :D

      affe wrote:

      affe wrote:

      why no x/c Turn villian? mach ich öfters so, jetzt nicht immer, aber öfters...
      Gute Idee. Kann man sicherlich machen um dann irgendwelche Giveups zu balancen damit man nicht nur x/f. Wir bekommen ja eh meist nur noch Value von JJ/TT und BDFD. Kann man aber dann auch gut Bluffcatchen am River wenn der Backdoorflush nicht ankommt. Fraglich ist, ob die da dann soviel ausrasten auf einen check am Turn :D


      Ansonsten läuft es gut auf NL20. Bin jetzt wieder in meiner Studentenwohnung mit meinem neuen Fernseher. So ein Fernseher ist echt ein Teufelsding. Hab gestern 4 Stunden Film geschaut, dabei wollte ich doch Pokern. :(
    • Back to NL10

      Update: Der NL20 Shot ist leider nicht so gut verlaufen. Es war eine Mischung aus schlechtem Spiel und ein paar nicht so guten Runouts. Das heißt nun geht es wieder zurück auf NL10. Spiele jetzt seit ca 1er Woche wieder NL10. Es läuft auch wieder ganz gut. Über Neujahr hat sich offensichtlich auch was an meinem Grindverhalten geändert. Ich habe nun das Gefühl wirklich 6 Tische ganz entspannt im A-Game zu spielen. Teilweise grinde ich jetzt auch 2 Stunden durch, wenn die Tische es zulassen. Ich bin dann zwar nicht mehr ganz im A Game drinne, aber noch so das ich gegen die Regs und Fische +EV spiele. Ich muss die 5 Tische mit jeweils 2-3 Tischen dann einfach mitnehmen.

      Mittlerweile habe ich nun auch 28k Hands auf NL10 zusammen. Für mich doch schon ein bisschen größeres Volumen. Ich laufe auf die 28k Hands jetzt mit 6bb/100 und der EV sagt knapp 7bb/100. Zufrieden bin ich damit natürlich nicht. Liegt einfach daran das ich zu viele Stacks einfach versprüht habe und teilweise auch echt schlechte Plays gemacht habe. Luft nach oben ist aufjedenfall. Leider bin ich auch nur ein Mensch und Fehler gehören dazu. Darum gilt es die Fehler zu minimieren um vielleicht noch 1-2bb rauszuholen. Natürlich gibts hier auch noch den Graphen dazu:

      Was ist nun das Ziel?Geplant ist aufjedenfall den Januar nochmal zu nutzen um Confidence aufzubauen und natürlich wieder eine Shotroll zusammen bekommen, sodass ich dann zum Februar hin wieder NL20 shotten kann. Das große Ziel NL100 Ende des Jahres bleibt aufjedenfall bestehen :thumbsup:

      Noch ein bisschen Musik 8-)
    • Update: Dann will ich mal den Blog wieder von Seite 2 hervorholen. Der Monat läuft bis jetzt ziemlich genau EV technisch break-even. Liegt auch leider an mir selber. Ich bin eigentlich recht zufrieden mit meinem Spiel bloß sind immer dann ein paar Spots dabei wo mein Gehirn einfach "aussetzt" und ich dann unnötig dann mal 100bb einfach versprühe und mir dann auch 2 Sekunden danach auch bewusst wird, wie schlecht ich diesen Spot gespielt habe. Das ärgert mich dann auch selber, wenn ich dann sehe das die Spots dafür verantwortlich sind das ich break even laufe. Daran muss ich aufjedenfall arbeiten und mich nicht unnötig in Spots reinleveln.

      Ansonsten habe ich recht wenig Probleme mit NL10. Es ist immer recht interessant wie die "Regs" auf diesem Limit ihre Hände spielen. Da werden plötzlich Boards geraist auf denen sie niemals eine Raisingrange haben dürften. Es werden Overbets gegen vermeintlich weake Lines ausgepackt. Auf Betsizes wird generell nicht geachtet, es macht ja auch total Sinn im 3bet Pot 3/4 Pot zu betten als PFA auf Boards die mich als Caller deutlich besser treffen. Diese Regs merken einfach nicht, das sie sich gegen bessere Spieler einfach selber exploiten. Mich stört das eher weniger. Die große Herausforderung ist für mich dann gegen diese Regs trotzdem richtig zu spielen und sich nicht auf Levelwars einzulassen. Das ist manchmal gar nicht so einfach, wenn die Lines wiedereinmal überhaupt kein Sinn ergeben :D

      Hier mal 3 Beispielhände von den Regs.

      Hand 1:

      Es macht natürlich total Sinn hier den Flop zu raisen.

      $0.05/$0.10 No Limit Holdem
      Prima
      6 Players
      Hand Conversion Powered by WeakTight Poker Hand History Converter

      Stacks:
      UTG Player 1 ($10.03) 100bb
      UTG+1 Player 2 ($12.46) 125bb
      CO Player 3 ($10.05) 101bb
      BTN Player 4 ($10.25) 103bb
      SB Hero ($10.78) 108bb
      BB Player 6 ($10.57) 106bb

      Pre-Flop: (0.15, 6 players) Hero is SB :qc :kh
      4 folds, Hero raises to $0.30, Player 6 calls $0.20

      Flop: :jd :2c :th ($0.60, 2 players)
      Hero bets $0.30, Player 6 raises to $1.10, Hero calls $0.80

      Turn: :8s ($2.80, 2)
      Hero checks, Player 6 bets $1.40, Hero calls $1.40

      River: :7c ($5.60, 2)
      Hero checks, Player 6 goes all-in $7.77, Hero folds

      Final Pot: $12.97
      Player 6 wins $13.09 (net +$2.62)
      Hero lost $2.50

      Hand 2:

      Auch hier macht es total Sinn am Turn zu raisen.

      $0.05/$0.10 No Limit Holdem
      Prima
      5 Players
      Hand Conversion Powered by WeakTight Poker Hand History Converter

      Stacks:
      UTG Hero ($10) 100bb
      CO JN64sGM ($10.15) 102bb
      BTN slambang19 ($29.97) 300bb
      SB Ahara ($7.60) 76bb
      BB Oishiii8d ($17.13) 171bb

      Pre-Flop: (0.15, 5 players) Hero is UTG :9s :qs
      Hero raises to $0.30, 3 folds, Oishiii8d calls $0.20

      Flop: :ah :3c :js ($0.65, 2 players)
      Oishiii8d checks, Hero bets $0.40, Oishiii8d calls $0.40

      Turn: :6s ($1.45, 2)
      Oishiii8d checks, Hero bets $0.80, Oishiii8d raises to $2.50

      Hand 3:

      Die Overbet am River ist auch sehr gut gewählt. Flop bettet ich nahezu meine gesamte Range. Wir sollten hier deutlich Equityvorteil haben. Möchte mich daher am Turn dann erst polarisieren.
      River dürfte dann eigentlich auch ziemlich Standard sein. Slambang neigt gerne dazu einfach potentielle weake Lines mit hohen Bets zu exploiten mit random Hands. Bluffcatche daher gegen ihn öfter.


      $0.05/$0.10 No Limit Holdem
      Prima
      5 Players
      Hand Conversion Powered by WeakTight Poker Hand History Converter

      Stacks:
      UTG Hero ($11.53) 115bb
      CO Zjacerpoker ($26.43) 264bb
      BTN MRLove ($9.88) 99bb
      SB Benya ($16.31) 163bb
      BB slambang19 ($10) 100bb

      Pre-Flop: (0.15, 5 players) Hero is UTG :ah :6h
      Hero raises to $0.30, 3 folds, slambang19 calls $0.20

      Flop: :4h :4d :ac ($0.65, 2 players)
      slambang19 checks, Hero bets $0.20, slambang19 calls $0.20

      Turn: :5d ($1.05,2)slambang19 checks, Hero checks

      River: :5h ($1.05,2)slambang19 bets $1.10, Hero calls $1.10

      Final Pot: $3.15 slambang19 shows :2d :2c
      Hero shows :ah :6h

      Hero wins $3.09 (net +$1.49)
      slambang19 lost $1.50




    • Hm, ich sehe das ein wenig anders, bzw. glaube, dass du einen Fehler machst, den ich selbst bis vor kurzem gemacht habe.

      Macht schon Sinn in Hand 1 und 2 den Flop, bzw. Turn zu raisen. Ich selbst hatte auch lange da keine Raising-Range auf eher trockenen Boards und war dann ab und an auch bisschen tilted, wenn die Villains da irgendwas geraist haben, sehe im Nachhinein aber, dass ich selbst da die falschen Gedankengänge hatte. Trockenes Board heißt halt nicht, dass man da keine Raising-Range haben darf oder sollte, kommt immer auf konkrete Spots und Ranges an. Hab mir die beiden Hände auch nochmal mit Snowie angeguckt. In Hand 1 will er am Flop 10% raisen, in Hand 2 am Turn sogar 16%, also jeweils gar nicht mal so wenig.

      Hand 3 sehe ich auch nicht so klar. Komplette Range am Flop betten kann man wahrscheinlich schon machen, ich persönlich würde aber gerade so Hände wie A6s behind checken. Villain hat halt auch mit vielen Händen aus seiner Range den Flop komplett gemissed und den Händen geben wir wenig Raum, Fehler zu machen, wenn wir da immer cbetten.
    • Kannst du zu Hand 1 und 2 vielleicht sagen was Snowie da genau raised?Ich gebe dir da vollkommen recht mit dem trockenen Boards. Ich überlege auch immer dazu, wie meine Range und Villians Range aussieht und welche Range das Board besser hittet etc. Mir sind in diesen speziellen Spots keine vernünftigen Raisingranges eingefallen. Wäre da über Input dankbar.

      Zu Hand 3: Wir haben auch mit vielen Händen den Flop gemissed die schlechter als Villians Hände sind und davon profitieren wenn wir diese rausfolden. Wir können natürlich auch eine klassische Range aufstellen die gut "gebalanced" ist. Ist nur die Frage welche der beiden Strategien die bessere ist. Vielleicht äußert sich noch jemand dazu?
    • Hand1: BB Coldcalling-Range raised hier Flop 10%? Interessant, hätte ich gerne mal das Range-Intervall zu gesehen was Snowie gegen sich vorschlägt, weil BB hier außer 22,JT und Straightdraws wenig hält und linear aufgrund der Cappedness auch nicht wirklich Sinn macht, sprich wenn er die Set+2pair Combos in die Raising-Range zieht und mit Draw-Combos balanced wird automatisch die Cbet-Calling-Range ultra capped. Ich sehe BB hier in deutliche Range-Konstruktions-Probleme dann kommen, wenn er mit einer normalen Frequenz den Flop raised. Hier sollte man auch bedenken wie loose Snowie den BB defendet, die Hand ist halt NL10. Snowie hat deutlich mehr Junk in der Range, die gerne in polarisierte Raising-Range am Flop wandert, als ein tighter Defender auf NL10 der mit einer Call-only-Strategie auf dem Board sicherlich besser fährt als Snowie.

      Hand3: Klarer Checkbehind mit der Combo in meinen Augen. Board is paired, also drawen wir nicht mal clean zur Nutequity mit unserem Backdoor, daher eher daran interessiert delayed zu cbetten, da wir gegen check/check dann doch vieles aus unserer 0-EV-Folding-Range in die Betting-Range hochziehen möchten um Villain's cappedness zu bestrafen. Außerdem halten wir Blocker gegen einen größeren Teil von Villains Flop-Calling Range (66, Ax)