Geld anlegen 2017/2018

    • flow wrote:

      ich habe mir heute ein kleines ETF portfolio zusammengebastelt und wollte es mit euch sharen.

      auf einer risikoskala von 1-10 (10 max. risiko), befinden wir uns ca. auf der 6 imo.

      hab vor allem wert auf einen ordentlichen sharpe ratio gesetzt. bonds, um die vola ein wenig zu mildern.

      spalte "investment" = kommt dann der absolute betrag rein, je nachdem, was man investieren will.



      eignet sich für so ziemlich jeden geldbeutel. hf
      kleines update, wir sind momentan bei ca. +3% und das portfolio läuft seit ca. 6 monaten.
      hätte man im gleichen zeitraum nur in den DAX investiert, wären wir bei ca. 4%, allerdings hat mein portfolio mit diversifizierung und eine geringe volatität.


      wie investiert ihr eure kröten?
    • Hallo,

      persönlich liebe ich es mein Geld in anlagemünzen silber zu investieren und kann die Investierung jedem Empfehlen! Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Geld zu bekommen, aber ich finde das mit Anlagemünzen es am besten geht. Es gibt auch Seiten die Münzen und Baren als Edelmetalle verkaufen, somit wenn der Preis gut ist, kann man einige Münzen kaufen, um sie danach für noch besseres Geld zu verkaufen!

      Ein Zitat - "Münzen sind nicht nur schöne Sammlerobjekte, sondern stellen auch eine alternative Möglichkeit zur Wertanlage dar. Das liegt vor allem daran, dass viele Münzen aus wertvollen Edelmetallen bestehen, die einen klaren Nennwert haben, der in der Regel sehr stabil ist. Und natürlich eignen sich auch Münzen als Wertanlage, die besonders selten sind und mit der Zeit ihren Wert steigern."

      LG
    • Gold und Silber haben keine Rendite. Damit sind sie kein Investment. Dienen eher nur als inflationsschutz.

      Physische Lagerung ist teuer (EV von Einbruch, Kosten sich ein gutes System zu überlegen..). Aber ok, kann man aber auch als Diversifizierung der Custodian sehen.

      Auf Gold gibts in der EU keine MWST, aber Silber zahlst du mindestens 7%, was tödlich ist, damit sind schonmal mehrere Jahre Inflationsschutz aufgefressen. Gold kaufen OK, Silver macht wenig Sinn.

      Dann kann man natürlich auf den Preis spekulieren.. Das kann man aber mit jeder Sache, braucht man kein Produkt das 7% Steuern beim Kauf anfallen.

      Also wer Silbermünzen kauft macht ziemlich sicher was falsch; überzeug mich vom Gegenteil.
    • Sind 19% Ust. die entfallen bei Münzen, gemäß Differenzbesteuerung nach §25a UstG:


      Display Spoiler

      Umsatzsteuergesetz (UStG)
      § 25a Differenzbesteuerung


      (1) Für die Lieferungen im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 von beweglichen körperlichen Gegenständen gilt eine Besteuerung nach Maßgabe der nachfolgenden Vorschriften (Differenzbesteuerung), wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
      1.Der Unternehmer ist ein Wiederverkäufer. Als Wiederverkäufer gilt, wer gewerbsmäßig mit beweglichen körperlichen Gegenständen handelt oder solche Gegenstände im eigenen Namen öffentlich versteigert.
      2.Die Gegenstände wurden an den Wiederverkäufer im Gemeinschaftsgebiet geliefert. Für diese Lieferung wurde
      a)Umsatzsteuer nicht geschuldet oder nach § 19 Abs. 1 nicht erhoben oderb)die Differenzbesteuerung vorgenommen.
      3.Die Gegenstände sind keine Edelsteine (aus Positionen 71 02 und 71 03 des Zolltarifs) oder Edelmetalle (aus Positionen 71 06, 71 08, 71 10 und 71 12 des Zolltarifs).
      (2) Der Wiederverkäufer kann spätestens bei Abgabe der ersten Voranmeldung eines Kalenderjahres gegenüber dem Finanzamt erklären, dass er die Differenzbesteuerung von Beginn dieses Kalenderjahres an auch auf folgende Gegenstände anwendet:
      1.Kunstgegenstände (Nummer 53 der Anlage 2), Sammlungsstücke (Nummer 49 Buchstabe f und Nummer 54 der Anlage 2) oder Antiquitäten (Position 9706 00 00 des Zolltarifs), die er selbst eingeführt hat, oder2.Kunstgegenstände, wenn die Lieferung an ihn steuerpflichtig war und nicht von einem Wiederverkäufer ausgeführt wurde.
      Die Erklärung bindet den Wiederverkäufer für mindestens zwei Kalenderjahre.
      (3) Der Umsatz wird nach dem Betrag bemessen, um den der Verkaufspreis den Einkaufspreis für den Gegenstand übersteigt; bei Lieferungen im Sinne des § 3 Abs. 1b und in den Fällen des § 10 Abs. 5 tritt an die Stelle des Verkaufspreises der Wert nach § 10 Abs. 4 Nr. 1. Lässt sich der Einkaufspreis eines Kunstgegenstandes (Nummer 53 der Anlage 2) nicht ermitteln oder ist der Einkaufspreis unbedeutend, wird der Betrag, nach dem sich der Umsatz bemisst, mit 30 Prozent des Verkaufspreises angesetzt. Die Umsatzsteuer gehört nicht zur Bemessungsgrundlage. Im Fall des Absatzes 2 Satz 1 Nr. 1 gilt als Einkaufspreis der Wert im Sinne des § 11 Abs. 1 zuzüglich der Einfuhrumsatzsteuer. Im Fall des Absatzes 2 Satz 1 Nr. 2 schließt der Einkaufspreis die Umsatzsteuer des Lieferers ein.
      (4) Der Wiederverkäufer kann die gesamten innerhalb eines Besteuerungszeitraums ausgeführten Umsätze nach dem Gesamtbetrag bemessen, um den die Summe der Verkaufspreise und der Werte nach § 10 Abs. 4 Nr. 1 die Summe der Einkaufspreise dieses Zeitraums übersteigt (Gesamtdifferenz). Die Besteuerung nach der Gesamtdifferenz ist nur bei solchen Gegenständen zulässig, deren Einkaufspreis 500 Euro nicht übersteigt. Im Übrigen gilt Absatz 3 entsprechend.
      (5) Die Steuer ist mit dem allgemeinen Steuersatz nach § 12 Abs. 1 zu berechnen. Die Steuerbefreiungen, ausgenommen die Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen (§ 4 Nr. 1 Buchstabe b, § 6a), bleiben unberührt. Abweichend von § 15 Abs. 1 ist der Wiederverkäufer in den Fällen des Absatzes 2 nicht berechtigt, die entstandene Einfuhrumsatzsteuer, die gesondert ausgewiesene Steuer oder die nach § 13b Absatz 5 geschuldete Steuer für die an ihn ausgeführte Lieferung als Vorsteuer abzuziehen.
      (6) § 22 gilt mit der Maßgabe, dass aus den Aufzeichnungen des Wiederverkäufers zu ersehen sein müssen
      1.die Verkaufspreise oder die Werte nach § 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1,2.die Einkaufspreise und
      3.die Bemessungsgrundlagen nach den Absätzen 3 und 4.
      Wendet der Wiederverkäufer neben der Differenzbesteuerung die Besteuerung nach den allgemeinen Vorschriften an, hat er getrennte Aufzeichnungen zu führen.
      (7) Es gelten folgende Besonderheiten:
      1.Die Differenzbesteuerung findet keine Anwendunga)auf die Lieferungen eines Gegenstands, den der Wiederverkäufer innergemeinschaftlich erworben hat, wenn auf die Lieferung des Gegenstands an den Wiederverkäufer die Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen im übrigen Gemeinschaftsgebiet angewendet worden ist,b)auf die innergemeinschaftliche Lieferung eines neuen Fahrzeugs im Sinne des § 1b Abs. 2 und 3.
      2.Der innergemeinschaftliche Erwerb unterliegt nicht der Umsatzsteuer, wenn auf die Lieferung der Gegenstände an den Erwerber im Sinne des § 1a Abs. 1 die Differenzbesteuerung im übrigen Gemeinschaftsgebiet angewendet worden ist.
      3.Die Anwendung des § 3c und die Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen (§ 4 Nr. 1 Buchstabe b, § 6a) sind bei der Differenzbesteuerung ausgeschlossen.
      (8) Der Wiederverkäufer kann bei jeder Lieferung auf die Differenzbesteuerung verzichten, soweit er Absatz 4 nicht anwendet. Bezieht sich der Verzicht auf die in Absatz 2 bezeichneten Gegenstände, ist der Vorsteuerabzug frühestens in dem Voranmeldungszeitraum möglich, in dem die Steuer für die Lieferung entsteht.



      Für Silber (Quelle: gold.de):

      • [spoiler]
      • Der ermäßigte Steuersatz für Silbermünzen von 7 Prozent wurde 2014 gestrichen. Es gibt jedoch ein - völlig legales - steuerrechtliches Schlupfloch, mit dem Händler die volle Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer für Silbermünzen umgehen können: die Differenzbesteuerung.
      • Die Differenzbesteuerung kann für Silbermünzen angewendet werden, die aus dem Nicht-EU-Ausland importiert wurden.Sie funktioniert wie folgt: Der Händler oder dessen Lieferant zahlt für die Einfuhr der Münzen die Einfuhrumsatzsteuer von 7 Prozent. Lediglich die Differenz zwischen dem Ankaufspreis und dem Bruttoverkaufspreis, also die Gewinnmarge des Händlers, wird mit 19 Prozent besteuert, daher der Name Differenzbesteuerung.Im Effekt bedeutet die Anwendung der Differenzbesteuerung, dass der Käufer etwa ein Prozent mehr für Silbermünzen zahlt, als es nach dem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent bis 2013 der Fall gewesen wäre.Da die ebenfalls mögliche Anwendung der normalen Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer auf den vollen Verkaufspreis einen erheblichen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz bedeuten würde, ist die Differenzbesteuerung heute das vorherrschende Modell beim Verkauf von Silbermünzen.
        [/spoiler]



      Heißt also auf Münzen fällt sowas bei soliden Händlern nicht an. Auf Silberbarren schon, Beispiel von der Homepage des Händlers Haeger-Gold:





      Unze 999 Silber ist Unze 999 Silber, egal ob Münze oder Barren, Preisunterschied aber enorm.

      Gold/Silber ist eher ein Wertspeicher oder Versicherung für Krisen in dem man darauf vertraut, dass man sich in Krisen von Edelmetallen was kaufen kann bspw. bei einer totalen Geldentwertung kann es schon sein, dass man mit einer Unze Gold, statt heutigen 1,1k Euro random Gegenwert mal eben das Auto vom Nachbarn kaufen kann, damit er sich um Essen für seine Familie kümmern kann (mal ganz blöd formuliert). Dabei muss natürlich gegeben sein, dass a) der Nachbar in Gold vertraut b) Gold/Silber bei einer Krise nicht verboten und ggf. konfisziert wird (hats afaik in den USA mal gegeben). Als Anlage würde ich es trotzdem eher nicht bezeichnen, wie schon geschrieben wurde.

      Edit: Man kann durchaus auf steigende Silberpreise spekulieren, Silber ist afaik ein Byproduct aus Zink/Kupfer/Bleigewinnung, wird das nicht mehr stark abgebaut, steigt bspw. der Preis, weil weniger Silber "geschürft" wird. Man muss beim Kauf dann nur darauf achten, dass man eben die billigsten Münzen kauft (wie gesagt Silber ist Silber), oder irgendwo im Ausland direkt kauft, wo keine Steuern anfallen. Bei Sammlerstücken oder potentiellen Wertsteigerungen für Sammler, sollte man schon aufpassen, denn diese Münzen sind nach Erstprägung in der Regel schon teurer als bspw. der Kanguru Dollar und man sollte dann schon Ahnung von haben imo.

      Ist wie mit Kryptos, man macht sicher nichts falsch wenn man was kauft, all in zu gehen ist aber EV-technisch recht dumm, vA weil es keine Rendite abwirft.

      Nochmal Edit: Aber Paul behält Recht, der Preis einer Unze Silber liegt bei 13 Euro, die Münze kostet immer noch 18 (das hängt mit den Prägekosten zusammen), man müsste sich also den 500 gr.+ Barren kaufen (je größer der Barren, desto günstiger wird er, weil weniger Prägekosten anfallen), der aber 19% Aufschlag hat, also sollte man das eher als Unternehmer kaufen imo, nur macht man es dann wieder offiziell, dass man Silber hält :D Im Prinzip ist das aber nicht weiter wild, weil der Preis der Münze sich aus dem reinem Silber und der Prägung zusammen setzt, heißt also man kauft für 18 Euro den Kanguru Dollar, Preis der Unze steigt etwas, kann man den schon mit Gewinn verkaufen. Also macht man mit Münzen kaufen wiederum nicht so viel falsch, zumal bei Krisenfall ist es sinniger 100 Münzen zu haben, in denen VIELLEICHT vertraut wird, anstatt ne Unze Gold als Barren.

      The post was edited 2 times, last by eroticjesus ().

    • d0ntst3almybl1nd wrote:

      flow wrote:

      wie investiert ihr eure kröten?
      Bier und Pokermarket-Tokens. Rendite ist >9000
      Das ganze Geschreibe hier macht mir extrem Angst und ich blicke da auch nicht durch. Werde jetzt also noch schnell zum Späti gehen um in weitere 5 Kästen Bier investieren und den rest in wertstabile PokerMarket-Tokens umwandeln.
      "Niemals, wirklich niemals solltest du mit Hosenträgern bei einer Gürtelschlägerei aufkreuzen."
    • eroticjesus wrote:

      Gold/Silber ist eher ein Wertspeicher oder Versicherung für Krisen in dem man darauf vertraut, dass man sich in Krisen von Edelmetallen was kaufen kann bspw. bei einer totalen Geldentwertung kann es schon sein, dass man mit einer Unze Gold, statt heutigen 1,1k Euro random Gegenwert mal eben das Auto vom Nachbarn kaufen kann, damit er sich um Essen für seine Familie kümmern kann (mal ganz blöd formuliert). Dabei muss natürlich gegeben sein, dass a) der Nachbar in Gold vertraut b) Gold/Silber bei einer Krise nicht verboten und ggf. konfisziert wird (hats afaik in den USA mal gegeben).
      Eventuell sind fake Silber Münzen in dem Szenario am besten :D

      Aber ich kann mir den Fall echt nicht vorstellen. Euro kollabiert, ok. Aber die Euro-Scheine gibt es ja noch, die kann man immernoch nehmen, wenn auch discounted value.. Brot kostet 50 euro zB. Dass niemand mehr ein paar Scheine akzeptiert finde ich unwahrscheinlich. Die kennt ja eben jeder. Es sei denn, es gibt zu viele davon, also Papierinflation? Dann Ok. Aber nimmt dann jemand deine Silbermünzen?

      Ich kenne die Pläne der deutschen Regierung / des Militärs leider nicht, aber ich denke es wird ein Marken-System geben beim Kollaps, ähnlich wie food stamps in den USA. Diese Marken haben dann Geld-Charakter. Aber ob die jemand Marken für Silber verkauft? Ist mir sehr unklar. Es müssen ja viele Leute das Silber akzeptieren damit es Wert hat, und das tun einfach die meisten nicht. Irgendwas anderes wird eher zum Zahlungmittel werden.

      Besser ist für so einen Fall Konserven zu haben. So mit 30 Jahren haltbare Bohnen den Keller voll klatschen. Das hedged gegen diesen Fall imo besser als Silber.

      Hat es das schonmal gegeben, dass eine Fiat-zivilisation auf einmal coins verwendet hat? So Auto gegen Silber verkaufen, gabs das schonmal?
    • Wenn du die Zeit des Goldstandards berücksichtigst (so irgendwas Ende 19.Jh.) gab es Gold gegen was auch immer noch zu halbwegs technisch entwickelten Zeiten. Silber während oder nach dieser Zeit wäre mir nicht bekannt.

      Ich kann mir vorstellen, dass während der Besatzungszeit das ein oder andere Schmuckstück den Besitzer im Tausch gegen Lebensmittel gewechselt hat, wenn gerade keine Zigaretten zur Hand waren. Das meintest du aber nicht.

      Bei Metro 2034 kann man mit Patronen bezahlen... die Währung der Zukunft ;(

      eroticjesus wrote:

      [...] -EV zu spielen ist eben nicht +EV und führt dann eben zu Verlusten^^
    • Teste jetzt Mintos, Twino und Bondora seit über 1,5 Jahren und bin sehr zufrieden damit. Mach alles über Auto-Invest und das läuft ganz gut. Bei Bondora hab ich nur einen kleinen Teil investiert
      Rendite laut Plattformen:
      Mintos: 12,8%
      Twino: 11,8%
      Bondora: 11,4%

      Mintos + Twino wirken auch sehr sicher, weil sie sogar eine Payment Guarantee anbieten... dh man bekommt die Zinsen weiter bezahlt, auch wenn der Kredit "ausfällt".
      Hab mich nicht allzu lange damit beschäftigt und wie gesagt läuft alles auf "auto", das funktioniert aber auch ganz gut.
      Bei bondora gibts einen Sekundärmarkt, wo man sogar mit API investieren kann. In einigen Foren laufen da Pros rum, die scheinbar >20% schaffen.